Ich will KDE 4!

Hallo,

soeben habe ich bei der Susi das KDE4-Repositority eingebunden, und werde nun mal schaun, was KDE Version 4 Neues bring. Ich mach das auf der Susi, weil ich hier eine Spielwiese habe. Gearbeitet wird künftig nur noch mit Debian Etch. Wenn ich tatsächlich KDE 4 am laufen habe, werde ich mal berichten

Umstieg auf Debian Etch

So Leute,

alles, was ich hier bisher geschrieben habe, bezog sich auf openSUSE 10.2. Da mit aber der Novell-Deal mit Winzigweich vom letzten November noch immer gegen den Strich geht, steige ich gerade von Suse auf Debian Etch um. Ich möchte keinen Windoof-PC mehr haben, auch sonst nix mehr mit Winzigweich zu tun haben. Und erst recht will ich kein Linux, welches durch Winzigweich-Lizenzen korrumpiert wird!

Bei Debian ist wirklich vom ersten bis zum letzen Bit alles OpenSource. Und das wird auch so bleiben. Dazu ist Debian deutlich stabiler im Betrieb, als die Susi es je sein wird. Das liegt an den langen Versions-Zyklen von ca. 18 Monaten. Die nächste Version wird lange getestet, bevor sie als “stable” zu den Usern kommt. Als Nachteil könnte man dabei sehen, dass die eingesetzte Software veraltet ist. Denn außer Security-Patches gibt es keine Updates. Wer also immer die aktuellste KDE- oder Gnome-Version braucht, für den ist Debian definitiv nichts.

Ich habe bei Debian ganz andere Probleme: Zum Ersten muss ich bei der Konfiguration viel mehr auf die Kommandozeile ausweichen oder direkt in die Konfigurations-Dateien schreiben. Suse hat einen da zu sehr mit grafischen Dialogen verwöhnt, die man nun in Etch vermisst.
Zum Zweiten habe ich das Problem, mein Home-Verzeichnis bei der Susi verschlüsselt zu haben. Es liegt auf einer eigenen, verschlüsselten und nach /home/markus gemounteten Partition. Nur arbeitet Suse hier mit dem “Cryptoloop”-Verfahren, während Debian wie viele andere Distributionen auch auf “Cryptsetup” setzt. Beide Verfahren sind nicht kompatibel, und ich bekomme mein Home-Verzeichnis in Etch nicht eingebunden, habe also von Debian aus keinen Zugriff auf meine Daten.

Nun denn, ich denke mal, dass ich die letzte NTFS-Partition jetzt formatieren kann. Die soll dann am besten mit LUKS verschlüsselt werden, das können beide Distris. Dann kann ich von der Susi aus meine Daten alle dahin kopieren oder verschieben, und das Cryptoloop-Device einfach mit ext3 formatieren. Da werde ich Etch dann wohl noch mal neu installieren, denn momentan habe ich eine etwa 7,5 GB kleine Partition für das ganze Debian-System. Nur /home liegt auf einer eigenen Partition, und /home/markus geht im Moment wie gesagt nicht.

Hauppauge Fernbedienung

So Leute, jetzt geht’s zur Sache. Ich bin beim googlen auf das DCOP-Interface gestoßen, über das sich viele KDE-Programme fernsteuern lassen. Dies wird wohl hauptsächlich genutzt, um wiederkehrende Aufgaben per Skript auf der Konsole zu automatisieren, lässt sich aber auch zusammen mit dem Progrämmchen “irexec” nutzen.

Als erstes muss in /etc eine Datei namens lircd.conf liegen, welche die von der Fernbedienung gesendeten Codes enthält, und zwar je Taste. Im falle meiner Hauppauge FB sind das also 45 Codes. Außerdem muss eine Datei namens lircrc vorhanden sein. Die jedoch liegt als versteckte Datei (.lircrc) in meinem Home-Verzeichnis. So kann keder User des PC seine eigene Konfiguration für die Fernbedienung machen.

In der .lircrc werden im ersten Abschnitt verschiedene Modi definiert, und dann je Modus die Funktionen festgelegt. Wie also die Tasten auf meiner FB heißen, habe ich mit dem Befehl “irw” auf der Konsole erfahren. Wenn man nach Eingabe dieses Befehls die Tasten der Fernbedienung Drückt, wird der Code und der Name der Taste in der Konsole angezeigt.

Die programmspezifischen Befehle zur Steuerung der Software habe ich in den jeweiligen Handbüchern in der Hilfe gefunden. So habe ich zunächst Amarok eingerichtet. Ich steuere nun die Lautstärke im Player, nicht mehr die Systemlautstärke. Außerdem lässt sich nun die “Laufwerks-Steuerung” wie bei einem CD-Player bedienen, also Play, Pause, Stop usw., das OSD einblenden, sowie Amarok zum Tray-Symbol minimieren oder ganz beenden. Und natürlich auch durch Aufrufen des Music- oder Radio-Modus starten. Ich werde da aber noch mal weiter schauen, um auch die Playlist zu füttern, in die Radio-Streams zu kommen usw.

Dann habe ich in der .lircrc Kaffeine eingerichtet. Ich kann die Software über Aufruf der Modi TV oder Video starten, die Wiedergabe starten, stoppen oder pausieren, die Lautstärke regeln und über die Zifferntasten umschalten. Trotz korrekter Eingabe weiter Funktionen funktioniert das Zappen noch nicht, und die Menü-Steuerung auf DVDs konnte ich noch nicht testen. Kaffeine will plötzlich keine Codecs mehr für DVDs haben und verweigert an dieser Stelle. Hat aber auch mal geklappt…

Also Ihr seht, die Konfiguration der FB ist ‘ne Menge Tipparbeit in den Konfigurationsdateien. Und nach jeder Änderung muss der lircd neu gestartet werden (als root) und irexec wieder aufgerufen werden (als User). Wenn ich den lircd stoppe (passiert ja beim Neustart), wird auch irexec beendet. Dann darf man nicht vergessen, wieder in den gewünschten Modus zu schalten, selbst wenn die zugehörige Software noch oder schon geöffnet ist.

Wenn ich alles im Griff habe, poste ich hier mal meine .lircrc, um euch bei ähnlichen Problemen Anregungen zu geben.