Umstieg auf Debian Etch

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So Leute,

alles, was ich hier bisher geschrieben habe, bezog sich auf openSUSE 10.2. Da mit aber der Novell-Deal mit Winzigweich vom letzten November noch immer gegen den Strich geht, steige ich gerade von Suse auf Debian Etch um. Ich möchte keinen Windoof-PC mehr haben, auch sonst nix mehr mit Winzigweich zu tun haben. Und erst recht will ich kein Linux, welches durch Winzigweich-Lizenzen korrumpiert wird!

Bei Debian ist wirklich vom ersten bis zum letzen Bit alles OpenSource. Und das wird auch so bleiben. Dazu ist Debian deutlich stabiler im Betrieb, als die Susi es je sein wird. Das liegt an den langen Versions-Zyklen von ca. 18 Monaten. Die nächste Version wird lange getestet, bevor sie als “stable” zu den Usern kommt. Als Nachteil könnte man dabei sehen, dass die eingesetzte Software veraltet ist. Denn außer Security-Patches gibt es keine Updates. Wer also immer die aktuellste KDE- oder Gnome-Version braucht, für den ist Debian definitiv nichts.

Ich habe bei Debian ganz andere Probleme: Zum Ersten muss ich bei der Konfiguration viel mehr auf die Kommandozeile ausweichen oder direkt in die Konfigurations-Dateien schreiben. Suse hat einen da zu sehr mit grafischen Dialogen verwöhnt, die man nun in Etch vermisst.
Zum Zweiten habe ich das Problem, mein Home-Verzeichnis bei der Susi verschlüsselt zu haben. Es liegt auf einer eigenen, verschlüsselten und nach /home/markus gemounteten Partition. Nur arbeitet Suse hier mit dem “Cryptoloop”-Verfahren, während Debian wie viele andere Distributionen auch auf “Cryptsetup” setzt. Beide Verfahren sind nicht kompatibel, und ich bekomme mein Home-Verzeichnis in Etch nicht eingebunden, habe also von Debian aus keinen Zugriff auf meine Daten.

Nun denn, ich denke mal, dass ich die letzte NTFS-Partition jetzt formatieren kann. Die soll dann am besten mit LUKS verschlüsselt werden, das können beide Distris. Dann kann ich von der Susi aus meine Daten alle dahin kopieren oder verschieben, und das Cryptoloop-Device einfach mit ext3 formatieren. Da werde ich Etch dann wohl noch mal neu installieren, denn momentan habe ich eine etwa 7,5 GB kleine Partition für das ganze Debian-System. Nur /home liegt auf einer eigenen Partition, und /home/markus geht im Moment wie gesagt nicht.

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