Unterwegs online [Update 3]

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Ich bin bei Jens auf die UMTS/HSDPA-Tagesflatrate von FONIC aufmerksam geworden, und habe mich nun dazu durchgerungen, das mal selber zu testen.

Das Angebot: Du bekommst einen USB-Stick, der als UMTS/HSDPA-Modem dient und zur Datenspeicherung Micro-SD-Karten aufnehmen kann. Zudem verfügt der Stick über einen Anschluss für externe Antennen. Obendrauf gibt es 10,00 € Startguthaben und einen Tag im Netz surfen gratis. Das Ganze hat die Hemmschwelle von 99,95 €, die einmalig zu entrichten sind. Jeder Kalendertag im Internet kostet dann 2,50 € pauschal. Und das ganze ist PrePaid, läuft also mit Guthabenkarte für volle Kostenkontrolle. Zudem liegt der Verpackung ein ca. 80 cm langes USB-Verlängerungskabel bei, um den Stick in ungünstigen Empfangs-Situationen variabler platzieren zu können.

Zwei Einschränkungen sind allerdings dem Kleingedruckten zu entnehmen:

Preis pro Kalendertag und nur für inländische, paketvermittelte Datennutzung (ausgeschlossen VoIP, peer-to-peer).

Ab Datennutzung über 1 GB/Tag wird Bandbreite auf GPRS-Geschwindigkeit beschränkt.

Für mich, der ich den Einsatz des Sticks nur gelegentlich plant, ist das ein Top Angebot. Für “Poweruser” ist dieser Tarif natürlich nicht geeignet, da zu teuer. Aber bis zu 10 Tagen im Monat (für dann insgesamt 25,00 €) ist das denke ich vertretbar. Ich habe eine Automatische Aufladung von 20,00€ je Monat eingerichtet, das sollte genügen.

Nun zur Anwendung des Sticks: FONIC unterstützt offiziell WinDOSen und Macs, und liefert die dafür notwendige Software auf dem Stick mit. Laut FONIC funktioniert der Stick zwar auch unter Linux, aber dafür gibt es keine Unterstützung seitens FONIC. Laut den Kommentaren bei Jens läuft der Stick unter Linux sogar stabiler als an der WinDOSe, und gestern habe ich mich an die Einrichtung gemacht.

Zunächst mal die Ausgabe von lsusb:

Bus 005 Device 002: ID 12d1:1003 Huawei Technoligies Co., Ltd. E220 HSDPA Modem / E270 HSDPA/HSUPA Modem

Wenn man sich ein wenig schlau macht, stößt man auf 2 benötigte Progrämmchen: Zum einen ist das “usb-modeswitch“, mit dem der Stick vom USB-Speicher in den Modem-Modus geswitcht wird. Vorher muss man in der Konfigurationsdatei “/etc/usb_modeswitch.conf” die korrekten Hardware-Daten eintragen:

DefaultVendor=  0x12d1
DefaultProduct= 0x1003
HuaweiMode=1

Netzwerk-Manager
Im Netzwerk-Manager richtet man dann die Verbindung ein
Die finden man weiter unten in der Datei schon, und muss nur noch das Kommentarzeichen (;-) davor entfernen. Ziemlich oben stehen noch andere Daten, die mit dem “;” auskommentiert werden müssen!

Nach der Ausfürhung von sudo usb_modeswitch konnte ich dann im Netzwerk-Manager von Ubuntu eine neue Verbindung des Typs “Mobiles Breitband” einrichten. Ich habe mir dann O2 aus der Provider-Liste ausgesucht, und dann die Verbindungsdaten bearbeitet:

Verbindungsname: “Fonic” (ist frei wählbar)
Automatisch verbinden: Nein
Systemeinstellungen: Ja

Im Reiter “Mobiles Breitband”:

Nummer: *99#
Benutzername: < leer >
Passwort: < leer >
APN: “pinternet.interkom.de”
Netzwerk: < leer >
PIN: < 4stellige SIM-Karten-PIN >
PUK: < 8stelligen SIM-Karten-PUK >

Auf dem Reiter “Punk-zu-Punkt-Protokoll (PPP)” keine Änderungen, und unter IPv4-Einstellungen sicherstellen, dass die Methode “Automatisch (PPP)” ausgewählt ist. Bei mir stand nämlich zunächst mal “Automatisch (PPP) nur Adressen”.

Verbindung auswählen
Die Verbindung über FONIC ist ausgewählt und aktiv
Als ich alles mit OK bestätigt hatte, konnte ich über den Netzwerk-Manager die Verbindung zu “Fonic” aufbauen, und habe direkt den Updatemanager von Ubuntu gestartet. Bei 50 aktualisierbaren Paketen war u.a. ein neuer Kernel dabei (2.6.27-10-generic, 23,4 MB). Während des Downloads wurden Übertragunsraten zwischen 310 und 360 kB/s erreicht, damit kann man doch sehr gut leben.

Allerdings brach die Verbindung nach 6 Paketen ab und ließ sich auch nicht wieder aufbauen. Der Stick signalisierte über die blau leuchtende LED zwar, dass er ins UMTS-Netz eingebucht sei, es wurden jedoch keine Daten mehr übertragen. Nach einem Blick in mein Kundenkonto heute Mittag wusste ich warum: Mein Guthaben von immerhin 12,50 € war verbraucht!

Ein Anruf bei der Hotline ergab, dass ich nicht der einzige bin, dem es so geht. FONIC scheint da wohl Probleme zu haben, die laut Hotline heute, spätestens morgen behoben sein sollen. Dann würden auch meine 10,00 € Restguthaben wieder da sein. (Es gab ja den 10er Startguthaben plus einen Tag surfen für Noppes.) Ich bin gespannt.

Der Stick selber soll Erfahrungsberichten im Internet nach SIM- und Net-Lock-frei sein, so dass er auch mit SIM-Karten anderer Anbieter betrieben werden kann. Wenn also jemand einen Datentarif für sein Handy hat, könnte er die SIM-Karte auch zum Surfen mit dem FONIC-Stick verwenden. Allerdings liegt die SIM-Karte in einem kleinen Blechträger im Stick, und ist da teilweise nur schwer wieder herauszubekommen.

Ach so, ich sprach ja oben von 2 Progrämmchen: Das 2. wäre “umtsmon” welches ich zwar gedownloadet habe, scheinbar aber nicht benötige.

Update: Inzwischen scheint der Fehler bei FONIC behoben, ich bin jetzt über den UMTS-Stick online. Eine Guthabenabfrage vor etwa 3 Stunden ergab auch wieder ein Guthaben von 10,00 €.

Update 2: Die Probleme bei FONIC bestehen wohl weiter. Nach dem ersten Update war nach etwa 3 Stunden surfen Schluss, und einen Tag später, nachdem ich ´nen 10er nachgeladen habe, nach gut 2 Stunden. Aktuell beläuft mein Guthaben sich auf einen Cent.

Update 3: Laut FONIC Kundenhotline sind die technischen Probleme inzwischen behoben, und auch mein Guthaben wurde mir mittlerweile wieder gutgeschrieben. Ich werde das nachher mal ganz in Ruhe testen. Jedenfalls beträgt das Guthaben eine Höhe von 20,01 €, eigentlich ein Cent zu viel.

13 Antworten auf „Unterwegs online [Update 3]“

  1. Es sieht so aus, als ob Du anfangs nicht die Tagesflatrate in Deinem Tarif aktiviert hattest. Ich habe jetzt mehrfach ähnliches gelesen und irgendwo stand dann, dass man darauf achten sollte, dass man eine SMS bekommt, in der sinngemäß “Sie nutzen jetzt die 2,50 Euro/Tagesflatrate!” drin steht.

    Wobei ich jedoch vermute, dass man mit den oben geschilderten Linux-Programmen keine SMS für die entsprechende SIM-Karte lesen kann, oder?

    1. Hallo Jens,

      die SMS habe ich bekommen, und für diesen Tag ist mir auch die Tagesflat berechnet worden. Die Fehlbuchungen gab es erst an den folgenden Tagen, so steht´s hier schwarz auf weiß im “Entgeltnachweis”.

      Interessanterweise habe ich Samstag Abend eine Mail vom Kundenservice bekommen, dass die Störungsbeseitigung noch andauere. So habe ich, als ich obiges Update schrieb, nur ca 3 Stunden surfen können, dann war mein Guthaben aufgebraucht :?: Selbst jetzt im Moment ist mein Guthaben noch nicht wieder verfügbar, obwohl ich zwischenzeitlich noch nen 10er nachgeladen habe, der auch nach gut 2 Stunden verbraucht war…

      SMS unter Linux geht nicht, ist schon richtig. Aber ich habe den Stick zur Ersteinrichtung an eine verfügbare WinDOSe gesteckt, und da konnte ich die SMS lesen

  2. Interessante Anleitung. Da werde ich mal drauf zurückkommen, wenn ich das brauche !
    Weil.. ich habe noch kein mobiles Gerät, wollte mir aber in nächtster Zeit eins zulegen.
    Aber auch wenn die bei Fonic einsichtig und hilfsbereit sind ist das ja nicht gerade ermutigend, dort so eine Verbindung zu haben, weil man ja immer aufpassen muß, daß man nicht “beschissen” wird… :roll:

  3. @Gucky: Die mir bekannten Erfahrungsberichte stimmen mich da aber positiv. Zumal Du im Kundenbereich einen “Entgeldnachweis” als PDF downloaden und/oder ausdrucken kannst, und da stehen auch sämtliche Fehlbuchungen drauf. So kann man das im Zweifel auch nachweisen.

    Ich habe aber in den letzten Tagen keine Probleme mehr, nur leider wurde das Guthaben erst nach einem Anruf bei der Hotline wieder gut geschrieben. Aber jetzt stimmt die Kasse, bis auf den einen Cent zuviel

    @Ecki: Jederzeit gerne, aber es sollte eigentlich keine Probleme geben

  4. Pingback: Fonic - mein Erfahrungen - Fonic, EDGE, UMTS, Stick, Probleme, HIER, HSDPA, Windows - derecki.de Blog
  5. Hallo Jens,
    eine Frage: weißt Du, ob man auch andere USB-UMTS-Modems bei Fonic nutzen kann? Lt. c’t ist der Fonic-Stick etwas schwachbrüstig. Besser dagegen der Huawei E176 (web’n walk Stick IV). Den bekommt man ja auch so zu kaufen.

    Gruß und danke,
    Holger

    1. @Holger: Da ich nicht weiß, wie weit Jens hier mitliest, antworte ich mal

      Ich denke mal, der SIM-Karte ist es ziemlich egal, worin sie steckt. Die kannst Du genau so gut in ein Smartphone stechen, warum denn nicht auch in jeden anderen x-beliebigen UMTS-Stick? Es ist doch “nur” eine ganz normale SIM-Karte mit einem entsprechenden Daten-Tarif.

      Das Hauptproblem dürfte sein, die FONIC-SIM-Karte ohne den Stick zu bekommen.

      1. Ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass man den Stick nur für einen Provider nutzen kann, aber man hat schon Pferde usw… Was mich irritiert hatte war ein Kommentar, den ich zu einer Install-Anleitung vom E176 gelesen habe:
        “Ich habe für den Stick, allerdings in der Ausführung für Fonic, einen Blogartikel geschrieben…” — das ist dann dieser Artikel hier.
        Den E176 kann man so kaufen, z.B. bei Amazon (T-Mobile web’n’walk Stick IV). Stutzen musste ich halt auch bei diesem Verkäufer:
        http://www.eteleon.de/shop/pro.....k_Stick_IV
        Hier steht:
        “Daraufhin baut es innerhalb kurzer Zeit über das Mobilfunknetz von T-Mobile eine Verbindung zum Internet auf.”
        Naja, wahrscheinlich ‘ne DAU-Beschreibung und prompt drauf reingefallen

        1. Der Stick identifiziert sich, wie oben schon geschrieben, als E220/E270. Das jedenfalls spuckt lsusb aus:
          Bus 005 Device 002: ID 12d1:1003 Huawei Technoligies Co., Ltd. E220 HSDPA Modem / E270 HSDPA/HSUPA Modem

          Ich denke mal, dass bei der Einrichtung unter Linux der einzige Unterschied in der Konfigurationsdatei von usb_modswitch zu finden ist.

  6. Surf Sticks sind auf jeden Fall eine gute Idee, wenn man nicht auf WLAN oder Hotspots angewiesen sein möchte. Damit entfällt auf jeden Fall das lästige Suchen nach einer geeigneten Eingangswahl.

    LG

    Edit by Admin: Gewerblichen URL entfernt.

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