E-Mails von entferntem Konto abholen

TuxEs ist soweit! Man hat endlich auf seinem neuen Linux-Rechner sein E-Mail-Konto eingerichtet und möchte auch dieses nur mit seinem Mailprogramm (zum Beispiel Mozilla Thunderbird) abrufen. Bei Freemailern (z. B. web.de, gmx.de, usw.) existiert aber auch noch ein Mailkonto, welches man ebenfalls abfragen möchte.

Dazu sollte man einen Sammeldienst einrichten, der die Mails von entfernten Konten holt und in das eigene Mail-Postfach auf dem lokalen Rechner einordnet.

Das Programm, welches wir hierzu benötigen, heißt fetchmail und wird üblicherweise über die Kommandozeile aufgerufen. Die Konfiguration geschieht über die versteckte (dotted) Textdatei “.fetchmailrc“, die sich im Verzeichnis des Benutzers befinden sollte.

Als Beispiel nehmen wird einen fiktiven User an, der ein Konto bei web.de abfragen möchte. So müsste dann der Inhalt der .fetchmailrc aussehen:

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# Datei   : .fetcmailrc
# Funktion: Die automatische Abholung von Mails auf entfernten
#           Servern.
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# Server und Protokoll #
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# Domainname des Mailservers
server pop3.web.de
 
# das verwendete E-Mail Protokoll (POP, POP2, POP3, IMAP4,
# NTLM (MS Exchange Server), Kerberos).
proto pop3
 
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# Benutzername und Password #
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# Benutzername
user "ich_der_user"
 
# Password
pass "mein_geheimes_passwort"
 
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# Zielpostfach / Optionen #
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# Zielpostfach / Benutzername
to "lokaler_benutzername_auf_dem_linux_pc"
 
# Diese Option bewirkt, dass Mails auf dem Server belassen werden.
# Existiert diese Option nicht, werden alle Mails auf dem
# Quellserver gelöscht.
#keep
 
# Auch bereits im Zielpostfach gelesene Mails abholen.
fetchall
 
# Die Mails verschlüsselt vom Zielserver holen (Wenn vom Zielserver
# unterstützt, dann Port 995).
# Dieses sollte man beim Provider erfragen oder natürlich die FAQ
# lesen!
#ssl
 
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#
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Nun sollte man sich als der User einloggen, in dessen Verzeichnis die Konfigurationsdatei fetchmailrc liegt. Anschließend muss man noch durch den Aufruf von ./fetchmail den Abrufvorgang starten.

Funktioniert nun alles so wie gewünscht, kann der Parameter keep auskommentiert werden. Jetzt ist es sinnvoll, diesen Abrufvorgang automatisch zu starten. Dazu muss fetchmail als Daemon gestartet werden.

fetchmail -–deamon xxx
Der Wert xxx legt die Zeitspanne in Sekunden fest.

fetchmail -–deamon xxx --syslog -f configfile
Alternative: Der Wert xxx legt die Zeitspanne in Sekunden fest. syslog sorgt dafür, das Meldungen in das Systemlog geschrieben werden. Der Parameter “f” ermöglicht es, eine andere Konfigurationsdatei statt fetchmailrc anzugeben.

fetchmail ––quit
Dieser Aufruf beendet den Daemonmodus. Auch ein Aufruf über einen Cronjob oder der Einsatz eines Initscriptes wäre denkbar.

Wechelnde Indikator-Farben in Ubuntu 11.04

Das hab ich eben in der LinuxCommunity gefunden:

Schillernd

UBUNTU 11.04 BEKOMMT WECHSELNDE INDIKATORFARBEN

Kristian Kißling

14.09.2010 In einem Blogpost berichtet Bilal Akhtar über eine Neuerung, die wahrscheinlich Einzug in Ubuntu 11.04 halten wird. Konkret geht es um die Farben der Indiktoren.

Diese sind momentan “hardcoded”, stecken also fest im Code, wie es dieser Bug-Report beschreibt. Die Icons nehmen die andere Farbe über das verwendete Theme an, es werden also einfach nur die Bilder ausgetauscht.

Das soll sich laut Bilal in Ubuntu 11.04, das im April 2011 erscheint, ändern. Dazu muss das Design-Team den Code für die Indicator Session umschreiben. Die Farben der Indikatoren ändern sich dann, wie ursprünglich angedacht, mit dem Zustand der Anwendung — das Ganze soll über die Klasse dbusmenu funktionieren, welche die Indikatoren mit D-Bus verknüpft.

Ist zukünftig zum Beispiel das Chat-Programm offline, färbt sich der Indikator grau, ist es online, wird der Indikator grün. Auf diese Weise lässt sich der aktuelle Status einer Anwendung visuell unterstreichen und vom Anwender schneller erfassen.

Wenn das so kommt, macht das auf jeden Fall Sinn. Ich bin gespannt

Normalzustand wieder hergestellt

Die Jungs von Amazon waren mal wieder fix bei der Sache, und so konnte ich heute schon die gestern als Ersatz für die defekte FRITZ!Box Fon WLAN 7170 bestellte FRITZ!Box Fon WLAN 7390 in Betrieb nehmen. Also läuft mein PC wieder im “Normal-Modus”, und die Netzwerk-Rechner hier zu Hause sind auch wieder erreichbar