Android 2.3 “Gingerbread” auf dem HTC Desire

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Android LogoNach langem Hin und Her konnte ich endlich ein neues ROM auf das Desire bringen. Jetzt werkelt hier die aktuellste für Smartphones erhältliche Version des Android-Betriebssystems: Version 2.3.3, Codename „Gingerbread”.

Eine kleine Tatsache, der ich jedoch zuvor keine Beachtung schenkte, waren die Fehlermeldungen, die das Recovery schon beim Start ausgab. Ich hatte also ein defektes Recovery auf dem Desire, und konnte daher nichts machen. Das Erstellen von Backups mit Nandroid schlug ebenso fehl, wie das Flashen des ROM oder das Partitionieren der Speicherkarte für A2SD+.

Die Lösung des Problems, bzw. deren Übersetzung fand ich bei Brain in der Brutzelstube: AlphaRev.

Hierbei handelt es sich um ein ISO-File, mit dem man eine bootfähige CD erstellt. Das Smartphon an den USB-Port anschließen, den PC von der CD booten, und der Rest geht fast von alleine. Es startet eine Linux-Konsole, und darin ein Programm zum Flashen eines neuen Recoverys. Sowohl das defekte, als auch das neue Recovery sind ClockworkMod Recoverys, und beim Installieren des neuen wurde so nebenbei auch noch die Systemsicherheit ausgeschaltet, das so genannte S-Off. Das brauchts nur bei HTC, alle anderen Hersteller verwenden den Sicherungsmechanismus nicht. Durch S-Off bin ich in der Lage, auch auf die Systembereiche des Speichers lesend und schreibend zuzugreifen. S-Off ist der Hauptzweck des AlphaRev-Images, das Aufspielen eines neuen Recoverys eine Zusatzoption. Aber auf die kam es mir an.

Nachdem ich nun wieder über ein funktionierendes Recovery auf dem Androiden verfüge, konnte ich dann auch endlich ein Nandroid-Backup machen, die Speicherkarte Partitionieren, und das ROM mit einer neuen Betriebssystem-Version flashen. Ich entschied mir hier zunächst für „Oxygen v2.0.1”, aber da fehlten mir dann doch einige Apps, die HTC mitliefert. Daher habe ich später nochmal das „Ginger Villain 1.4” geflasht. Das liefert noch so nette Apps wie ein UKW-Radio mit, was ich oft und gerne nutze.

Beiden ROMs gemein ist, dass die von HTC gewohnte Oberfläche Sense fehlt. Dadurch sind beide aber auch deutlich schlanker, und schneller obendrein. Man muss sich nur an eine etwas andere Bedienung gewöhnen, und einige Bereiche wie z.B. das Adressbuch sehen komplett anders aus.

Wichtig war mir vor Allem die Unterstützung von A2SD+. Mit dem Original-ROM (Android 2.2 Froyo) konnte ich bereits einige Apps auf die SD-Karte schieben. Durch Root-Zugriff und einer zusätzlichen App konnte ich auch Apps aud die SD-Karte schieben, die das eigentlich noch nicht unterstützen. Ausgenommen sind da lediglich System-Anwendungen, und Widgets.

Für A2SD+ muss die Speicherkarte extra partitioniert werden, es wird eine ext-Partition erstellt. Auf dieser Partition landen schließlich die Apps, und der im Desire knapp bemessene interne Speicher wird entlastet. Und es werden alle Apps auf diese Partition geschoben, sogar automatisch. Nur einige Anwendungen, die sich automatisch auf die SD-Karte installieren, muss man dann aufs Telefon zurück schieben. Denn der zusätzliche A2SD+ Speicher wird wie interner Speicher behandelt und angesprochen.

Als Nachteil hat sich allerdings das Energie-Management herausgestellt. Mit dem Oxygen-ROM hatte ich heute auf Frühschicht bereits nach 3 Stunden den Akku halb leer, und Ginger Villain scheint da auch nicht wirklich sparsamer zu sein. Letzteres habe ich aber erst heute Mittag nach Feierabend installiert, also mal abwarten…

2 Antworten auf „Android 2.3 “Gingerbread” auf dem HTC Desire“

  1. …super,markus, dass es dann doch noch geklappt hat mit dem flash!…berichte mal weiter über den stromverbrauch. evtl kannst du mit juice defender+ultimate juice und auto killer (market) abhilfe schaffen.habe somit locker 1,5 tage betriebsleitung bei normalem gebrauch im social network.erstaunlich,was alles noch aus so nem rom herauszuholen ist.man kann nicht oft genug “danke,brain” an die brutzelstube posten!.
    bis bald, twick.s

    1. Schaumer mal, wie die Lichtgestalt des deutschen Fußball zu sagen pflegt

      Was den Akku angeht, da bin ich selbst gespannt. Den Juice Defender habe ich installiert, muss ich mich mal näher mit befassen. Ultimate Juice scheitert bei mir wieder am fehlenden Plastikgeld.

      Wen Du magst, kannst Du nen Gastartikel schreiben, in dem Du Deine Erfahrungen mit dem Desire schilderst. Mag der ein oder andere Leser vielleicht auch hilfreich finden.

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