Bewegungsprofil? Kein Problem mit Android

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Android LogoAktuell hauen mal wieder alle auf Apple rum, weil so ein Eifön ungefragt Bewegungsprofile anlegt und diese unverschlüsselt speichert. Aber auch Android schreibt mit…

WDR-Computerexperte Jörg Schieb berichtet heute in seinem Blog, dass der schwedische Software-Entwickler Magnus Eriksson das quelloffene Handy-Betriebssystem dahin gehend untersucht hat, und fündig wurde. Der Androide speichert ebenso Bewegungsprofile, wenn auch nicht so ausgiebig, wie iOS es tut.

Demnach werden beim Androiden nur die Mobilfunk-Masten sowie möglicherweise verfügbare WLANs herangezogen, womit mit sich der Aufenthaltsort zumindest in Ballungsgebieten recht genau bestimmen lässt. Apple soll ja auch GPS-Daten verwenden…

Nun hat sich in New York jemand gefunden, der Erikssons Ergebnisse weiter analysiert hat. Eine Tour durch Manhatten hätte er später lückenlos nachvollzien können, wie er auf Flickr zeigt.

Nun denke ich, dass man dass man sich zwar darüber aufregen darf, wenn das Smartphone die Aufenthaltsorte des Besitzers ungefragt speichert, aber andererseits nutzen auch viele User solcher Geräte, so auch ich, Foursquare, Gowalla, oder ähnliche Dienste, wo sie freiwillig ihre Standorte preisgeben. Zudem haben Mobilfunkprovider schon immer aufgezeichnet, wo Handynutzer sich befinden. Dazu brauchten sie nur ihre Funkmasten. Ein Smartphone vereinfacht die Sache eigentlich nur…

7 Antworten auf „Bewegungsprofil? Kein Problem mit Android“

  1. Ein Abschalten ist glaube ich nicht möglich. Jedenfalls gibt es darüber keinerlei Berichte die dies erklären würden. Es ist halt wieder en Punkt der Kritik, der etwas zu hoch aufgetragen dargestellt wird. “Überwacht” sind wir doch alle irgendwie. Man lernt es damit zu leben. Und wenn ich nichts zu verbergen habe dann sollen “Die” doch aufzeichnen was sie wollen. Möchte nicht wissen, was alles so erfasst wird von dem niemand weiß und sich darüber ereifern kann O.o

    1. Ich habe diese “Überwachung” oben ja auch relativiert. Hoch hängen wollte ich das auch nicht, nur darauf hinweisen.

      Was aber diesen “Ich hab nix zu verbergen” Spruch angeht, da reagiere ich allergisch drauf. Wenn Du nichts zu verbergen hast, kleistere doch mal Deine letzte Gehaltsabrechnung an die nächste Litfasssäule, und zeige mit mal dein Portemonnaie, von innen natüelich…

      1. Ne so war mein Kommentar auch nicht gemeint . Wegen des Spruches… ich weiß was Du meinst. Deine Beispiele fallen da natürlich nicht darunter – hier sind wir einer Meinung. Ich bezog es speziell auf diese Bewegungsdaten. Du hattest es ja bereits erwähnt, diese Daten werden schon viel länger vom Provider erfasst, interessieren tut es zunächst keinen. Und wenn ich täglich über die Reeperbahn flaniere ist das egal, es interessiert auch keinen.

        Anders natürlich wenn ich der Dealer schlechthin oder sonst was bin. Dann bekommen diese Daten ein ganz anderes “Gesicht”. Dann, und nur dann habe ich auch was zu verbergen.

        1. Mir geht es darum, dass Daten ohne mein Einverständnis erhoben werden. Klar, ich bin auch bei Foursquare aktiv, aber da gebe ich meinen Standort freiwillig an! Das Zauberwort heißt „Informatielle Selbstbestimmung” die mir das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Artikel 2 Absatz 1 garantiert, ergänzt durch das so genannte Volkszählungsurteil (BVerfGE 65, 1, 46).

          Aber Datenschutzdiskussionen sind hier im Blog fehl am Platz

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