Alternative App-Quelle versiegt

Androidpit LogoGestern bekam ich eine Mail von AndroidPIT, die neben einem Newsportal und Forum zum Thema Android auch einen App-Shop betreiben. Mir wurde mit mitgeteilt, dass eben dieser App-Shop zum 31.12.2014 schließen wird.

Aufgrund von Umsatzsteueränderungen zum Jahreswechsel sehe man sich dazu gezwungen. Ich habe dort einige Apps gekauft, solange der Google Play-Store kein PayPal akzeptiert hat. Bei AndroidPIT konnte ich via Paypal Guthaben einzahlen und dafür Apps kaufen. Diese Apps konnte ich auch nur dort und über deren Appcenter aktualisieren. Der Playstore zeigt die Apps als installiert an, hat aber keine Kaufinformationen darüber.

Mein Guthabenkonto wurde fristgerecht zum 19.01.2015 gekündigt, ich darf eine Bankverbindung zur Auszahlung des Restguthabens angeben. Alternativ kann ich das Restguthaben auf mein PayPal-Konto einzahlen lassen. AndroidPIT hofft aber wohl, dass Nutzer denen die Kohle schenken. Denn der Button auf der Webseite ist zwar der letzte, aber auch der größte.

Das finde ich schon eine Frechheit, zumal ich alle dort gekauften Apps nun im Play-Store erneut kaufen muss, um weiterhin Updates zu erhalten. Und AndroidPIT verkauft aktuell noch weiter Apps, ohne Neukunden auf die bevorstehende Schließung hinzuweisen.

Dementsprechend schlagen die Wellen im AndroidPIT-Forum hoch. Ich fühle mich jedenfalls auch verarscht und habe von den Verantwortlichen Auskunft gemäß § 34 BDSG über die Speicherung, Verwendung und Weitergabe meiner Daten verlangt. Wenn ich die und mein Geld habe, werde ich die Löschung meiner Daten verlangen.

SwiftKey Tastatur jetzt gratis

SwiftKey LogoNur mal kurz gemeldet: Die alternative Android-Tastatur SwiftKey ist ab sofort gratis erhältlich. Geld verdienen will der Hersteller künftig mit InApp-Käufen neuer Skins.

SwiftKey Stats
Meine Statistik zur Nutzung von SwiftKey

Wer die neben Swype beliebteste Alternativ-Tastatur noch für 3,99 € erworben hat, bekommt ein Paket mit 10 Skins geschenkt. Quasi als Dankeschön für die Treue. Ich durfte jedoch feststellen, dass ich vorhin nach der Installation von SwiftKey auf dem HTC Desire meines Sohnes ebenfalls das Gratispaket angeboten bekam und herunterladen konnte.

Wer also eine klasse Tastatur nutzen möchte, die neben einer lernenden Wortvorhersage (die auf Wunsch auch SMS, E-Mail, Facebook oder Google+ zur Erkennung des Schreibstils analysiert) auch die von Swype bekannte Wischtechnik beherrscht, ist mit SwiftKey hervorragend bedient.

In meiner Nutzungsstatistik (ich nutze SwiftKey seit Jahren) ist zu sehen, dass ich die „Flow” genannte Wischtechnik kaum nutze.

SwiftKey Tastatur
SwiftKey Tastatur
Entwickler: SwiftKey
Preis: Kostenlos

Quelle: Golem.de

App-Rechte einschränken

AppGuard LogoEinige Apps nehmen sich unter Android bekanntlich Rechte, die sicherlich nicht nötig sind und mit fadenscheinigen Ausreden begründet werden. Das beste Beispiel hierfür ist sicherlich die Facebook-App.

Auf meinem HTC Desire hatte ich mal eine CyanogenMod-Version, die im App-Manager das Beschneiden der Rechte zuließ. In Android 4.4 soll das wohl auch mal drin gewesen sein, wurde mit dem nächsten Update aber wieder entfernt. Google möchte wohl nicht, dass der User einzelnen Apps bestimmte rechte entzieht.

Auf meinen Samsung Galaxy S3 mini werkelt noch eine ungerootete Originalsoftware, die ein Spielen mit den Berechtigungen eh nicht zulässt. Ich bin aber über eine App gestolpert, die das trotzdem möglich macht: den SRT AppGuard.

Den gibt es nicht im Play Store, der AppGuard kann nur über die Website des Anbieters heruntergeladen werden. In der kostenlosen Testversion lassen sich maximal vier Apps überwachen und anpassen, der Lizenzschlüssel für die Proversion kostet 3,99 €.

Will man einer App Rechte entziehen, so wählt man diese im AppGuard aus und tappt auf „Überwachen“. Daraufhin wird die App analysiert und die zugehötige die APK-Datei verändert. Nach De- und Neuinstallation der App (ACHTUNG! Alle Daten/Einstellungen weg!) kann man im AppGuard einzelne Berechtigungen deaktivieren. So kann man z.B. einem Kartenspiel das Recht entziehen, auf das Netzwerk zuzugreifen. So werden keine Werbebanner mehr nachgeladen. Oder die Facebook-App darf nicht mehr auf die SMS/MMS zugreifen, das Telefonbuch nicht mehr lesen oder gar schreiben, und einiges mehr. Nebenbei wird der Risikoscore der App (geht von 0 bis 10) mit jedem entzogenen Recht nach unten korrigiert. In einem Log kann man sich bei überwachten Apps anschauen, was die wirklich so machen, auf welche Adressen im Netz zugegriffen wird und an welchen Stellen Zugriffe durch den AppGuard blockiert wurden.

Ich stelle fest, dass das Bearbeiten und entziehen der Rechte keine Hexerei ist. Zumal für eine App essenzielle Berechtigungen ausgegraut sind und nicht entzogen werden können. Das Log kann zudem sehr aufschlussreich sein, selbst wenn man keine Rechte entzieht. Einziger Wermutstropfen: das Galaxy S3 mini (und wahrscheinlich auch andere Samsung-Geräte) setzt den Gerätestatus von „Offiziell“ auf „Benutzerdefiniert“. Das hat die Folge, dass man keine OS-Updates mehr von Samsung bekommt. Wobei gerade beim S3 (mini) die Frage erlaubt ist, ob es denn überhaupt noch Updates gibt…

Impress-Präsentationen mit Android steuern

LibreOffice 4.0 Impress IconWas PowerPoint für Windows, ist unter Linux Impress aus dem Open- oder LibreOffice-Paket. Wer öfter mal Vorträge mit einer Folienpräsentation untermalt, wird das kennen.

Je nach verwendeter Hardware hat man evtl. Probleme, die Präsentation zu steuern. Schlimmstenfalls kann man das nur am Computer selbst machen, oder man kauft eine teure Präsentationsmaus, die man dann in der Hand hält. Die hat dann oft auch noch einen Laserpointer integriert, mit dem man auf bestimmte Punkte der Präsentation zeigen kann.

Ein anderer Ansatz ist, Impress einfach mit dem Smartphone oder dem Tablet zu steuern. Dazu bin ich die Tage über die kostenlose Android-App „Impress-Remote“ gestolpert, die das sehr fluffig übernimmt. Voraussetzung: Der Computer mit der Präsentation ist bluetoothfähig, oder er befindet sich im gleichen WLAN wie das Smartphone oder Tablet. In Impress muss dann in den Einstellungen nur noch die Fernsteuerung aktiviert werden.

Ich hab es eben mal kurz über Bluetooth getestet, es funktioniert ohne Verzögerung. Die einzelnen Folien werden einfach durch Wischen weitergeschaltet und sogar auf dem Display den Smartphones angezeigt, inkl. vorhandener Notizen. Eine richtig feine Sache, wenn man mal einen Vortrag halten muss, oder eine Versammlung eines Clubs oder einer Partei organisiert und leitet.

LibreOffice Impress Remote
LibreOffice Impress Remote

Eine detailierte Anleitung zur Einrichtung findet ihr im Wiki der Document Foundation.

Neue Androiden im Haus

Anfang September war ich auf mein Desire dermaßen wütend, dass meine Frau mich genötigt hat, mir ein neues Handy zu kaufen. Sie konnte meine Wutausbrüche nicht mehr ertragen…

Motorola RAZR i weiß
Das Motorola RAZR i in weiß
Die Wahl viel auf das Motorola RAZR i mit Intel-Atom-Prozessor. Zu den technischen Daten habe ich mich bereits im Wiki ausgelassen.

Gekauft habe ich das Teil im Ruhrpark Bochum und wollte es dort gleich in Betrieb nehmen. Ich saß auf dem Parkplatz im Auto und versuchte, die SIM-Karte ins Gerät zu schieben. Es blieb beim Versuch, denn das RAZR i will ne Mirco-SIM haben. Ein Unart neuerdings bei Smartphones…

Ich hatte jedoch unweit vom Parkplatz einem Mobilcom-Debitel-Laden gesehen, und zufälligerweise habe ich meinen Vertrag bei genau diesem Provider. Also eben hin und das Problem geschildert. Ich bin davon ausgegangen, jetzt eine neue SIM-Karte bestellen zu müssen, was mich dann mal eben 25 Euro gekostet hätte. Doch der gute Mann dort im Shop schnappte sich ein Gerät, was mich auf dem ersten Blick eine einen Tacker zum Zusammenheften von Papieren erinnerte, legte meine SIM-Karte einmal da rein und drückte das Teil einmal kräftig zusammen. Heraus kam… eine Micro-SIM-Karte, die dann auch in das Motorola RAZR i passt.

Das RAZR hatte bei Kauf Android 4.0.4 Ice Cream Sandwich als Betriebssystem installiert, daheim im WLAN gab es dann jedoch sofort das OTA-Update auf Version 4.1.2 Jelly Bean.

Nach nunmehr knapp zwei Monaten Nutzung bin ich recht zufrieden mit dem Gerät. Es gibt natürlich immer ein paar Unzulänglichkeiten, damit wird man leben müssen. Mir fehlt z. B. ein ganz ordinäres UKW-Radio, um unterwegs auch mal ne Bundesligaübertragung zu hören. Hier muss ich nun mein Datenvolumen mit Internetradio belasten.

Ich bin vom Desire mit CyanogenMod gewohnt, von 23:00 Uhr bis 7:00 Uhr die so genannten „Ruhige Stunden” automatisiert zu aktivieren. Das hat mit im festgelegten Zeitraum den Benachrichtigungston für SMS, Email usw. stumm geschaltet und die Vibration deaktiviert. Der Anruf-Klingelton wurde nicht angerührt, so dass ich auch während dieser Zeit erreichbar war. Zudem waren Medien- und Weckerlautstärke unverändert.

Das RAZR hat so genannte „Smart Actions”, mit denen man Ähnliches erreichen kann. Es gibt sogar eine voreingestellt Smart Action namens „Nachtruhe”, da wird aber auch den Anrufton deaktiviert. Ich kann hier höchstens einige Rufnummern aus dem Telefonbuch angeben, bei deren Erkennen das Handy trotz Nachtruhe klingelt. Ist mir zu aufwändig…

Andere Smart Actions schonen z. B. einen schwachen Akku, indem das Display verdunkelt und die Synchronisation im Hintergrund deaktiviert wird, oder schalten in den KFZ-Modus, wenn die Kopplung mit einem bestimmten Bluetooth-Gerät zustande kommt.

Noch mal zur Nachtruhe: Der Benachrichtigungston bleibt bei der Wiederaktivierung unten hängen und ist kaum hörbar. Den muss ich dann jeden Morgen mauell wieder lauter stellen.

Samsung Galaxy S3 mini

Samsung Galaxy S3 mini weiß
Das Samsung Galaxy S3 mini, auch in Weiß
Auf der Arbeit bekam ich mit, dass ein Kollege sein vier Monate altes Samsung Galaxy S3 mini hat fallen lassen und das Gerät deshalb jetzt ein gesplittertes Frontglas hat. Der Kollege legt das Teil in die Ecke und kauft sich ein neues Handy, das Gleiche nochmal.

Auf meine eigentlich scherzhaft gemeinte Frage, was er mir zahlt, wenn ich den Elektronikschrott für ihn entsorge, hat er mir das defekte Smartphone für 60 Euro verkauft. Nicht, bevor ich das Teil ausgiebig auf Funktion getestet habe und auch die Aldi-Karte meiner Frau testweise in das Gerät schob. Das hat nämlich ein T-Mobile-Branding, und die Telekomiker sind für Net-Lock-Sperren auch bei Vertragsgeräten bekannt. Aber alles ist gut, alles funktioniert, nur zerschneidet man sich die Finger an diesem kaputten Glas.

Im Internet gibt es Anleitungen zum Wechsel des Glases, ohne das komplette Display zu tauschen. Der Spaß hätte mich nämlich nochmal knapp 80 Euro gekostet. So habe ich einfach eine neue Scheibe und passenden Kleber für zusammen etwa zehn Euro erstanden und die Reparatur selbst durchgeführt. Das schwierigste dabei ist, das alte Glas abzubekommen. Das ist vollflächig mit dem LCD verklebt, um beste Funktion des Touchscreen zu gewährleisten. Das LCD durfte aber in keinem Fall kaputt gehen, sonst hätte ich doch noch die 80 Euro ausgeben müssen.

Bei der Montage des neuen Glases ist mit wohl etwas zu Kleber unter an das Gerät gekommen. Jedenfalls ist beim Andrücken des Glases etwas Kleber unter das selbige gelaufen und ist jetzt im Display sichtbar. Allerdings immer weniger, je heller das Display leuchtet. So kann Töchterchen, für die das Samsung gedacht war, damit leben und freut sich einfach nur über das Teil.

Die alten Handys werden zum Teil weiter genutzt. Mein Desire nutzt jetzt mein Sohn, der dafür sein LG Optimus L3 e400 ausrangierte. Und Töchterchen hat ihr HTC Wildfire S in die Altgeräte-Schublade gepackt.

Jelly Bean 4.2.2 auf dem HTC Desire

Android LogoIch hatte vor einiger Zeit auf meinem Desire (Bravo) Android 4.0.4 (Ice Cream Sandwich) ausprobiert und war enttäuscht, wie schleppend das lief. Jetzt habe ich Android 4.2.2 (Jelly Bean) installiert, und bin begeistert.

ICS lief auf meinem Desire sehr langsam und nahm sich regelmäßig Auszeiten. Die Bedenkzeit, ob die angetippte Aktion nun ausgeführt wird, brachte mich zur Verzweiflung. Also warum sollte ich dann jetzt eine noch neuere und leistungshungrigere(?) Version ausprobieren? Weil ichs kann…

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Tatsächlich, Android 4.2.2 Jelly Bean läuft auf dem Desire
Gingerbread (Android 2.3.7) ärgerte mich plötzlich sehr heftig, also suchte ich nach Alternativen. Irgendeine App hat mit einem Update das Handy beinahe unbenutzbar gemacht. Ich habe mehrere ROMs durchprobiert, einige brachen die Installation ab, andere starteten nach der Installation nicht und die, die starteten, hab ich nach ein paar Stunden wieder verworfen.

Irgendwann stieß ich dabei auf ein JB-ROM auf Basis des CyanogenMod 10.1 und probierte es einfach mal aus. Auf einen Fehlversuch mehr oder weniger kam es jetzt auch nicht mehr an. Aber erstaunlicherweise läuft das ROM recht smooth auf meinem alten Knochen. Auch meine Apps, die ich zuvor installiert hatte, laufen wieder. Einige Apps zur Vortäuschung einer Holo-Oberfläche habe ich nicht mehr installiert, da ich diese Oberfläche nun ja nicht mehr vortäuschen muss.

Aber es gibt auch Mängel: Bei Kameranutzung flackert das Display, so dass das aufzunehmende Motiv nicht klar einzustellen ist. Ein Probefoto zeigte allerdings, dass das Ergebnis trotzdem vernünftig ist. Nur der Bildausschnitt ist vielleicht nicht ganz wie geplant…

Das zweite Problem ist die Lautstärkeregelung. Ich setze den Pegel für die Benachrichtigungen gerne etwas runter, aber bei getrennter Einstellung für Klingel- und Benachrichtigungston zeigt letzterer keine Reaktion und plärrt mit voller Lautstärke los, wenn eine Mail kommt oder mich jemand auf Twitter erwähnt. Nur bei gemeinsamer Regelung der beiden Töne wird auch die Benachrichtigung leiser, allerdings überhöre ich auch den ein oder anderen Anruf…

Trotzdem lasse ich Jelly Bean jetzt auf dem Desire, denn mir gefällt die Optik. Und nicht alles, was das Design ausmacht, lässt sich in Android 2.x nachbauen. Zudem läufts bis auf die eben genannten Unzulänglichkeiten recht gut.

GnuPG auf dem Androiden

Ich lege bekanntlich Wert auf sichere Kommunikation, wenn es um wichtige Dinge geht. Deshalb verwende ich am PC und Notebook GnuPG zur Verschlüsselung und digitalen Signatur von E-Mails. Was viele nicht wissen: Das geht auch am Smartphone, zumindest wenn es mit Android angetrieben wird.

Der Dave hat ja vor einiger Zeit hier schon mal beschrieben, wie man GnuPG am PC einrichtet. Deshalb gehe ich da auch nicht weiter drauf ein. Ich beschränke mich hier auf die Einrichtung von K-9 Mail und AGP auf dem Androiden.

APG
APG
Entwickler: Thialfihar
Preis: Kostenlos

Als erstes wird sie App „APG” eingerichtet: APG sorgt für die Kommunikation mit den Keyservern und den Abgleich der Signaturen. Nachdem die App aus dem Play Store installiert ist, kopiert ihr das Verzeichnis .gnupg aus eurem Home-Verzeichnis am PC auf die Speicherkarte des Smartphone, und nehmt per Umbenennen den Punkt am Anfang weg. Jetzt habt ihr alle Schlüssel, eure privaten ebenso wie die ganzen gesammelten öffentlichen, ab Handy verfügbar.

Startet nun APG auf dem Androiden, drückt die Menütaste und wählt dann „Private Schlüssel verwalten”. Wenn ihr jetzt noch mal auf Menü drückt, könnt ihr entweder einen neuen Schlüssel erstellen, wenn ihr am Phone einen eigenen verwenden wollt, oder ihr importiert euren vorhandenen (oder auch mehrere) Schlüssel. Ich bevorzuge den letzten Weg, da meine Kommunikationspartner nur einen Schlüssel von mir benötigen. Im folgenden Dialog wählt das Verzeichnis aus, welches ihr eben vom PC aufs Handy kopiert habt. APG durchsucht das Verzeichnis, und importiert alle gefundenen privaten Schlüssel.

Damit ihr zum Abgleich von Signaturen und zum Versenden von verschlüsselten Mails die öffentlichen Keys eurer Kommunikationspartner zur Verfügung habt, müssen die natürlich auch importiert werden. Kehrt dazu wieder zum Startbildschirm von APG zurück und drückt auf die Menütaste. Jetzt ist die Wahl „Öffentliche Schlüssel verwalten”, die weiteren Schritte sind mit dem Import der privaten Schlüssel identisch.

Damit ist APG soweit abgeschlossen, dass wir es im Normalfall nicht mehr direkt anrühren. Jetzt geht es jetzt an die Integration ins Mailprogramm.

K-9 Mail
K-9 Mail
Entwickler: K-9 Dog Walkers
Preis: Kostenlos

Sowohl Google Mail, als auch Android-Mail unterstützen keine Drittprogramme oder Plugins, so dass wir auf K-9 Mail umsteigen. Hier lassen sich beliebig viele Mailkonten einrichten und via IMAP oder POP3 abrufen. K-9 unterstützt MS Exchange und WebDAV, beherrscht IMAP Push Mail und eben auch Verschlüsselung und Signatur über Drittanwendungen. Wie z.B. APG.

Ihr findet dazu in den Kontoeinstellungen den Menüpunkt „Kryptographie”. Hier wählt ihr als OpenPGP Provider APG aus und entscheidet, ob ihr Mails standardmäßig signieren und/oder verschlüsseln wollt. Ich signiere automatisch, verschlüssele aber nur manuell bei Bedarf.

K-9 Mail verfassen
K-9 Mail beim Verfassen einer neuen Mail. Bei mir ist sie Signatur ausgewählt, Verschlüsselung nicht.
Beim Verfassen einer neuen Mail findet ihr nun zwei Optionen: Signieren und Verschlüsseln. Wenn sich die Mailadresse des Absenders im Schlüssel wiederfindet, wird zum Signieren automatisch der richtige Schlüssel angeboten. Da ich automatisch signiere, ist hier der Haken bereits gesetzt.

Möchte ich eine Mail verschlüsseln, setze ich den entsprechenden Haken. Wenn anhand der Empfängeradresse ein Key zum Verschlüsseln identifiziert werden kann, wird dieser automatisch eingesetzt. Ansonsten zeigt K-9 einen Dialog, in dem der korrekte Schlüssel ausgewählt werden kann.

Beim Senden der Mail werdet ihr nach der Passphrase für euren privaten Schlüssel gefragt.

Wenn eine signierte Mail kommt, zeigt K-9 in der Mail-Ansicht einen „Verifizieren”-Button, über den APG aufgerufen wird. Ist der Schlüssel des Absenders bereits im eigenen Schlüsselbund vorhanden, wird direkt verglichen und das Ergebnis angezeigt. Also korrekte Signatur oder inkorrekte Signatur.

Ist der Schlüssel noch nicht im eigenen Schlüsselbund, bietet APG an, die Schlüsselserver zu durchsuchen. Wird dort der passende Schlüssel gefunden, wird der Import angeboten, wie man es auch vom PC her kennt. Nach erfolgreichem Import wird sie Signatur wie gewohnt verifiziert und das Ergebnis wie oben beschrieben angezeigt.

Erreicht euch eine verschlüsselte Mail, seht ihr in der Mailansicht von K-9 einen Haufen Buchstabensalat. Normalerweise werdet ihr automatisch nach der Passphrase für euren privaten Key gefragt, um die Mail zu entschlüsseln. Wenn nicht, tappt auf den „Entschlüsseln”-Button. APG sollte nun die Mail entschlüsseln, und K-9 zeigt euch den Klartext an.

Wie ihr seht, ist die vertrauliche Mail-Kommunikation auch am Android-Smartphone recht einfach zu bewerkstelligen, wenn man sich einmal zum Umstieg auf eine andere Mail-App und zur Einrichtung von APG durchgerungen hat. Danach läufts eigentlich von ganz alleine.

Android: Recovery mit Touchscreen

4EXT LogoIch spiele ja gerne mal mit meinem Desire herum, auch um neue ROMs auszuprobieren. Dafür muss ich dann auch mal ins Recovery, und das ist sehr unschön zu handlen. Eigentlich, denn es gibt 4EXT…

4EXT hat den Vorteil, dass man es komfortabel über das Display bedient. Aktuelle Versionen bekommt man zudem über eine (leider kostenpflichtige) App. Ich denke mal, wer viel mit dem Recovery arbeitet, für den dürfte 4EXT aber jeden Cent wert sein. Unter 4ext.net gibt es aber auch einen kostenlosen Updater.

Neben der komfortableren Bedienung bietet 4EXT auch die Möglichkeit, Screenshots zu fertigen. Diese landen dann auf der SD-Karte im Verzeichnis /mnt/sdcard/4ext/screenshots. Außerdem kann man, so man denn will, das Recovery auch mit eigenen Themes verschönern.

Wichtig ist allerdings, dass das Handy dabei gerootet ist. Bei HTC sollte auch S-OFF sein, um das Recoverey-Image über die App installieren zu können. Ansonsten müsste das über H-Boot passieren.

[app]ext.recovery.control[/app]

4EXT Recovery Control 1
Die Startseite der App
4EXT Recovery Control 2
Bevor die App nach Updates sucht, geht sie sicher, das richtige Telefon erkannt zu haben
4EXT Recovery Control 3
Farbcodes für die Versionen. Ich habe heute die aktuellste Version installiert
4EXT Recovery 1
Die Startseite des Recovery
4EXT Recovery 2
Das Menu für Formatieren und Wipe
4EXT Recovery 3
Ein neues ROM liegt auf der Speicherkarte? Hier der Weg zur Installation
4EXT Recovery 4
Systeminformationen im Recovery
4EXT Recovery 5
4EXT fragt immer um Bestätigung, sogar für einen Neustart des Handy

Ice Cream Sandwich auf dem HTC Desire?

ICS-LogoIch habe es versucht: Ich habe auf meinem Desire ein ICS-ROM geflasht. CyanogenMod 9 mit Android 4.0.4. Aber nach 24 Stunden habe ich das wieder rückgängig gemacht.

Ich setzte bisher auf GingerVillain, das auf CM7 aufsetzt. Und weil ich damit zufrieden war, habe ich mich für CM9 entschieden. Das sollte, so habe ich an mehreren Stellen gelesen, meist recht flott laufen.

Ich hatte aber zunächst schon mal ein Problem, das Desire mit CM9 und ICS überhaupt ins WLAN zu bekommen. Das Netz wurde einfach nicht gefunden. Ich hatte hier 3, 4 andere Netze, aber meines war nicht dabei. Auch eine manuelle Einrichtung blieb ohne Erfolg.

In der Brutzelstube bekam ich dann den Tipp, dass ich mal den verwendeten Kanal prüfen solle. Auf den hohen Kanälen 12 und 13 käme es nämlich gerne mal zu Problem. Hmm, und Gingerbread hat das doch einwandfrei funktioniert, und jetzt plötzlich nicht mehr? O.o

Screenshot_2012-10-11-00-59-10
Der Screenshot zeigt: Android 4.0.4 ist Installiert
OK, meine FRITZ!Box war manuell auf Kanal 12 eingestellt, also mal die Automatik aktiviert. Die setzte mein WLAN auf Kanal 1, wo aber schon 2 andere WLANs funken. Daher habe ich manuell auf Kanal 9 eingestellt, da der am wenigsten von Störeinflüssen anderer Netzwerke betroffen ist. Und siehe da, das Desire mit ICS konnte sich in meinem WLAN einloggen.

Also machte ich mich an die Einrichtung. Als Erstes installierte ich aus dem Play Store Titanium Backup, und stellte damit die mir wichtigen Apps samt Einstellungen wieder her.

Da ich den Cache und einiges mehr auf die Speicherkarte verschieben konnte, hatte ich massig internen Speicher frei. Aber einige größere Apps verweigerten mit Hinweis auf nicht genügend Speicherplatz die Inatallation. Also stimmte wohl auch die Anzeige des freien Speichers nicht, zumal der zeitweise mehr angezeigt hat, als physikalisch vorhanden ist… O.o

Bei den Spielereien mit dem Teil merkte ich allerdings, dass das Handy nur noch sehr träge reagierte. Einige Apps stürzten regelmäßig und reproduzierbar ab, so dass ich nach knapp 24 Stunden des Experimentierens die Schnauze voll hatte, und das vor dem Flashen des ICS-ROM erstellte Nandroid-Backup wieder herstellte. :surrender:

Schade eigentlich, denn einige Dinge gefielen mir in ICS deutlich besser. Vor Allem das Adressbuch und die Bildergalerie sind da deutlich übersichtlicher und besser zu handlen.

Ich werde also erstmal bei Gingerbread (Android 2.3.7) bleiben, und mir bei Zeiten mal ein neues Handy besorgen. Ich liebäugle da noch mit einem Samsung Galaxy S2. Das S3 ist mir zu groß.

Google installiert eigenmächtig Apps

Android LogoLetzte Tage habe ich mich schon darüber geärgert, dass Google mir ungefragt die Apps „TalkBack”, „KickBack” und „SoundBack” auf mein Desire gepackt hat, aber ich konnte das deinstallieren…

KickBack im Market
KickBack, im Market nicht verfügbar…
Heute früh, als ich auf dem Heimweg von der Nachtschicht war, wurden mir diese Apps erneut installiert, diesmal ohne die Option zur Deinstallation. Die Tage kam das als Update, ich habe das Automatische Update dieser Apps untersagt, und das Update deinstalliert. Jetzt zeigt mir der Market, dass diese Artikel nicht verfügbar sein…

Jetzt hab ich dem Müll auf dem Smartphone, und bekomme es erst mal nicht wieder weg. Das kotzt mich an, weil ich diese Dinger nie haben wollte. Mein Handy ist mein Eigentum, und welche Software darauf läuft, will ich gefälligst alleine entscheiden. Auch ein Riese wie Google hat mich da nicht zu bevormunden! In den Bewertungen im Market wird von anderen Betroffenen auch bereits fleißig gemeckert. Und mit was? Mit Recht! :motz:

Anyway, nachdem ich schon bei Google+ gemeckert habe, und dort einige Reaktionen bekam, wurde dort auch ein Link zu einem Google-Blog gepostet, denn ich der Vollständigkeit halber hier nicht unterschlagen will:
http://google-opensource.blogspot.com/2009/10/talkback-open-source-screenreader-for.html