Linux und die Fritzbox von AVM

TuxEin besonderer Tipp für alle Linux-Begeisterte und Nutzer der Fritzbox von AVM.

Was die wenigsten Nutzer wissen ist, dass das Betriebssystem der Fritzbox auf Linux basiert. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um die Busybox-Distribution, welche für sogenannte Embeddetsysteme konzipiert wurde. Interessant ist es doch nun, wie man einen Zugriff auf das System / bzw. dessen Dateistruktur erhält. Dazu muss man nur den Telnet-Daemon auf der Fritzbox aktivieren. Die einfachste Möglichkeit ist, diesen über ein angeschlossenes DECT-Telefon mit einer Tastenkombination zu starten.

Diese Tastenkombination ist

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und dann die grüne Wahltaste drücken. Danach ist der Telnetdeamon aktiv und kann mittels

telnet fritz.box

angesprochen werden. Für Window$-Nutzer empfehle ich dazu das Programm Putty. Das abgefragte Passwort kennt ihr ja schon aus der Browser-Eingabemaske.

Bei mir sieht das dann so aus

Übrigens kann man den Telnet-Deamon auf der Fritzbox mit der folgenden Tastenkombination auch wieder deaktivieren

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Nebenbei möchte ich noch anmerken, dass auf vielen Geräten des täglichen Gebrauchs (Internet-Router, NAS-Laufwerke, Settop-Boxen, uvm)mittlerweile solche Linux-Distributionen ganz unauffällig vor sich hin werkeln.

Weitere Informationen
http://de.wikipedia.org/wiki/Busybox

"FRITZ!WLAN USB Stick N" erfolgreich unter Ubuntu eingesetzt

TuxBei der Aufräumaktion meines Schreibtisches stieß ich gestern auf den “FRITZ!WLAN USB Stick N“, der hier in einer Schublade vor sich hin dümpelte. Er lag da schon eine ganze Weile, da ich nicht mehr auf das WLAN angewiesen bin und überall Ethernetmäßig verkabelt bin.

Es stellte sich mir im Laufe des Abends die Frage, ob dieser neue USB WLAN-Stick wohl auch unter der aktuellen Linux-Distribution Ubuntu 9.10 funktionieren würde, der Chipsatz vom WLAN-Modul unterstützt und ob dann alle Funktionen (2.4 GHz und 5 GHz Bereich, Datenrate bis zu 300 MBit) ausgereizt werden können.

Dann kam die erste Überraschung. Nach dem Einstecken des WLAN-Sticks in den USB-Hub konnte die automatische Hardwareerkennung das Gerät bereits problemlos erkennen und initialisieren. Danach konnte ich schon die verfügbaren Netze in meiner unmittelbaren Umgebung sehen. Meine Güte, was tummeln sich hier mittlerweile die Leute auf 2.4 GHz. Dort herrscht ja schon Platznot

FRITZ! WLAN-StickErster Versuch: Alle notwendigen Einstellungen am Modul vorgenommen und den Verbindungsaufbau gestartet. Danach konnte nach kurzer Zeit (DHCP-Daten abfragen) schon eine gültige und gut verschlüsselte Verbindung zu meiner Fritz!Box hergestellt werden. Da diese nicht besonders weit entfernt ist, war die ermittelte Datenrate auch entsprechend hoch (angezeigt 218 Mb).

Zweiter Versuch: Nun wollte ich es auf die Spitze treiben und den WLAN-Stick auch auf dem 5 GHz Band testen. Also schaltete ich die Fritz!Box um, so das sie nun ausschließlich im 5 GHz Band senden und empfangen würde. Nach kurzer Abgleichphase klappte auch diese Verbindung ohne Probleme. Dennoch konnte ich hier feststellen, dass hier die zu Verfügung stehende Datenrate nicht ganz so hoch ist und eine Tür schon eine etwas größeres Hindernis darstellt als im 2.4 GHz Band. Dafür konnte ich aber keinen anderen Teilnehmer auf den 18 zur Verfügung stehenden Kanälen, die in diesem Band übrigens alle überlappungsfrei sind, finden.

Zusammenfassend kann ich nun sagen, dass die Einbindung des relativ neuen WLAN-Sticks besser geklappt hatte als ich vorher gedacht hatte. Unter älteren Distributionen und dem alten Stick hatte ich damals mehr Probleme gehabt diesen erfolgreich einzubinden. Man war zu dieser Zeit auch auf den proprietären Linux-Treiber von AVM angewiesen.

Multifunktions-Center Brother MFC-235C

Vor ein paar Wochen habe ich mir das Brother MFC-235C Multifunktions-Center gegönnt. Das ist ein preiswertes Gerät, das ein Arbeitskollege mir empfohlen hat. Es beherbergt Drucker, Scanner, Kopierer und Fax in einem Gerät, Kopie und Fax auch ohne PC. Und wie versprochen, berichte ich hier, wie ich das Schmuckstück zum Laufen bekam.

mcf-235c

Brother MFC-235C
Bild: Brother, © by Brother International GmbH

Ich habe mich erst mal im Netz schlau gemacht, was den Betrieb unter Linux angeht. Demnach sollte wohl der Scanner nicht mit dem Pinguin zusammen arbeiten, der Drucker würde nicht in allen Funktionen unterstützt. O.o

Ich habe mir gedacht, für knapp 90 Euronen versuch es mal. Wenns nicht klappt, geht das Teil bei eBay rein. Dann habe ich in diversen Foren nach Tipps und Tricks gesucht, und bin dann auf die amerikanische Brother-Seite gestoßen. Da gibt es… Linux-Treiber für das MFC

Ich habe da insgesamt 7 Dateien geladen, allesamt als Debian-Pakete (.deb-Dateien). Zwei davon hätte ich nicht gebraucht, wie sich nachher gezeigt hat. Nach der Anleitung auf der Brother-Seite habe ich die installiert, und schon standen mit in CUPS zwei neue Drucker zur Verfügung. Zum einen gab es den “MFC-235C”, der jetzt mein Standard-Drucker ist, zum anderen einen “BRFAX”, der mir die Fax-Funktion an den Rechner bringen soll. Das jedoch hat bisher noch nicht geklappt, brauche ich aber auch nicht.

Ich muss dabei noch erwähnen, das ich das MFC an den USB-Port meiner FRITZ!Box 7170 angeschlossen habe, wie den alten Drucker zuvor auch schon. Der Drucker wird dann über die Adresse socket://fritz.box:9100 angesprochen. “Multifunktions-Center Brother MFC-235C” weiterlesen