Das war knapp…

Kinders ich sach euch, ich bin noch richtig ausse Puste… Ich habe mich heute, ähm gestern nachmittag an der Susi als root angemeldet, um die letzte NTFS-Partition mit ext3 zu formatieren und dann mein Home-Verzeichnis darauf zu kopiern. Für den Kopiervorgang darf ja nicht auf die Dateien zugegriffen werden, daher habe ich das als root gemacht. Die bisherige Home-Partition war ja verschlüsselt, das habe ich jetzt gelassen und kann sowohl von der Susi aus, als auch von Debian an meine Daten.

Die verschlüsselte Partition habe ich ebenfalls mit ext3 neu formatiert, um sie für eine frische Debian-Installation zu nutzen. Da habe ich nun gut 40 GB zur Verfügung, auf der alten Debian-Partition waren es nur 7 GB. Diese 7 GB habe ich an die /home-Partition angehängt. Da ich nun zwei Root-Systeme und Swap auf der zweiten Platte hatte, und die Daten auf der ersten, habe ich die Festplatten noch umgejumpert. Jetzt sind die Systeme auf Master, die Daten auf Slave.

Natürlich habe ich in der Susi die /etc/fstab angepasst, aber die /etc/cryptotab nicht gelöscht bzw. umbenannt. Dass ich mit dem Bootloader erst mal nicht weiterkomme, war klar. Deshalb habe ich eine Net-Install von Debian eingelegt, davon gebootet und Etch installiert. Die Routine wird die Susi schon finden und in Grub einbinden, war die Tage ja auch so. Pustekuchen, da fand sich nur Debian GNU/Linux im Bootlader, keine Susi.

Daher habe ich von der Suse-DVD gebootet, um von da aus das installierte System zu starten. Doch da hagelte es Fehlermeldungen ohne Ende und zum Schluss startete noch nicht mal der X-Server. Das Kernel-Modul für den nVidia-Treiber wurde nicht gefunden.

Nun fing ich an, Blut und Wasser zu schwitzen… Debian noch nicht eingerichtet, und die Susi zerschossen. Klasse, da kam eine Nacht auf mich zu. Ich habe erneut von der Suse-DVD gebootet, und dann das System repariert. Nur ließ sich Grub von der Suse aus nicht in den MBR schreiben, why ever. Nach der Reparatur hatte ich wieder nur Debian im Angebot.

Also habe ich Etch gestartet und die Einträge für die Susi von Hand gemacht. Dann konnte ich Suse wieder booten, aber durch den Eintrag in der cryptotab kam die Passwortabfrage. Nur wurde das Passwort nicht gefunden, und meine neue Home-Partition hat zufällig die gleiche Bezeichnung, wie die alte vor dem Umbau, nämlich hdb5, und natürlich den gleichen Mountpunkt. Daher kam ich nicht an meine Daten, musste erst als root die cryptotab in /etc umtaufen und neu booten. Dann ging es wieder, ich schreibe jetzt hier von Suse aus. Das System läuft wieder. Wo der Fehler war, weiß ich nicht. Aber ich habe mir fast die ganze Nacht um die Ohren gehauen, um das fertig zu kriegen und das noch eben schriftlich zu fixieren. Zwanzig nach vier ist es jetzt, Gute Nacht!