Runlevel in (K)Ubuntu

Nvidia LogoDa mir hier regelmäßig beim Start des KDM eine Fehlermeldung bezüglich des Nvidia Grafiktreibers angezeigt wird, wollte ich den Treiber von Hand noch mal neu installieren. Bisher ist der hier automatisch installiert, und ich befürchte, dass das Kernel-Modul bei Kernel-Updates nicht aktualisiert wird.

Nun spricht meine Erfahrung: Lade den Treiber von nvidia.de, mache das geladene Shell-Script ausführbar, gehe auf Runlevel 3, und führe das Shell-Script mir root-Rechten aus.

Nun, (K)Ubuntu arbeitet, wie ich inzwischen weiß, per default in RL2. Alternativ steht noch RL1 als Einzeluser-System zur Verfügung, und natürlich die RL0 (System halt) und 6 (reboot). Die Runlevel 3 bis 5 sind zwar auch vorhanden, aber sie sind mit RL2 identisch.

Bei der Gelegenheit fiel mir wieder ein, dass ich seinerzeit unter Debian 4 (Etch) ein ähnliches Problem hatte. Etch startete zwar standardmäßig in RL5, aber die Runlevel 2 bis 5 waren allesamt identisch konfiguriert. Da musste ich nur den X-Server aus RL3 entfernen, und gut war.

Jetzt habe ich ein Problem: Wo stelle ich ein, dass ich per default in RL5 booten möchte? Früher ging das in der Datei /boot/grub/menu.list, doch die scheint es in Ubuntu 10.04 nicht mehr zu geben. So voll habe ich das Verzeichnis /boot/grub auch noch nirgendwo anders gesehen. In einem Forum las ich davon, dass ich die Datei /etc/inittab editieren müsste, aber die ist auf meinem System auch nicht vorhanden. Eine Suche danach blieb jedenfalls ohne Ergebnis.

Den RL3 werde ich dann schon anpassen, damit ich den Nvidia-Treiber installiert bekomme. Denn die dessen Installations-Routine meckert aktuell den laufenden X-Server an.

Andererseits… In 3 Tagen kommt (K)Ubuntu 10.10. Wer weiß, was sich da wieder alles ändert. O.o

Das war knapp…

Kinders ich sach euch, ich bin noch richtig ausse Puste… Ich habe mich heute, ähm gestern nachmittag an der Susi als root angemeldet, um die letzte NTFS-Partition mit ext3 zu formatieren und dann mein Home-Verzeichnis darauf zu kopiern. Für den Kopiervorgang darf ja nicht auf die Dateien zugegriffen werden, daher habe ich das als root gemacht. Die bisherige Home-Partition war ja verschlüsselt, das habe ich jetzt gelassen und kann sowohl von der Susi aus, als auch von Debian an meine Daten.

Die verschlüsselte Partition habe ich ebenfalls mit ext3 neu formatiert, um sie für eine frische Debian-Installation zu nutzen. Da habe ich nun gut 40 GB zur Verfügung, auf der alten Debian-Partition waren es nur 7 GB. Diese 7 GB habe ich an die /home-Partition angehängt. Da ich nun zwei Root-Systeme und Swap auf der zweiten Platte hatte, und die Daten auf der ersten, habe ich die Festplatten noch umgejumpert. Jetzt sind die Systeme auf Master, die Daten auf Slave.

Natürlich habe ich in der Susi die /etc/fstab angepasst, aber die /etc/cryptotab nicht gelöscht bzw. umbenannt. Dass ich mit dem Bootloader erst mal nicht weiterkomme, war klar. Deshalb habe ich eine Net-Install von Debian eingelegt, davon gebootet und Etch installiert. Die Routine wird die Susi schon finden und in Grub einbinden, war die Tage ja auch so. Pustekuchen, da fand sich nur Debian GNU/Linux im Bootlader, keine Susi.

Daher habe ich von der Suse-DVD gebootet, um von da aus das installierte System zu starten. Doch da hagelte es Fehlermeldungen ohne Ende und zum Schluss startete noch nicht mal der X-Server. Das Kernel-Modul für den nVidia-Treiber wurde nicht gefunden.

Nun fing ich an, Blut und Wasser zu schwitzen… Debian noch nicht eingerichtet, und die Susi zerschossen. Klasse, da kam eine Nacht auf mich zu. Ich habe erneut von der Suse-DVD gebootet, und dann das System repariert. Nur ließ sich Grub von der Suse aus nicht in den MBR schreiben, why ever. Nach der Reparatur hatte ich wieder nur Debian im Angebot.

Also habe ich Etch gestartet und die Einträge für die Susi von Hand gemacht. Dann konnte ich Suse wieder booten, aber durch den Eintrag in der cryptotab kam die Passwortabfrage. Nur wurde das Passwort nicht gefunden, und meine neue Home-Partition hat zufällig die gleiche Bezeichnung, wie die alte vor dem Umbau, nämlich hdb5, und natürlich den gleichen Mountpunkt. Daher kam ich nicht an meine Daten, musste erst als root die cryptotab in /etc umtaufen und neu booten. Dann ging es wieder, ich schreibe jetzt hier von Suse aus. Das System läuft wieder. Wo der Fehler war, weiß ich nicht. Aber ich habe mir fast die ganze Nacht um die Ohren gehauen, um das fertig zu kriegen und das noch eben schriftlich zu fixieren. Zwanzig nach vier ist es jetzt, Gute Nacht!