Jelly Bean 4.2.2 auf dem HTC Desire

Android LogoIch hatte vor einiger Zeit auf meinem Desire (Bravo) Android 4.0.4 (Ice Cream Sandwich) ausprobiert und war enttäuscht, wie schleppend das lief. Jetzt habe ich Android 4.2.2 (Jelly Bean) installiert, und bin begeistert.

ICS lief auf meinem Desire sehr langsam und nahm sich regelmäßig Auszeiten. Die Bedenkzeit, ob die angetippte Aktion nun ausgeführt wird, brachte mich zur Verzweiflung. Also warum sollte ich dann jetzt eine noch neuere und leistungshungrigere(?) Version ausprobieren? Weil ichs kann…

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Tatsächlich, Android 4.2.2 Jelly Bean läuft auf dem Desire
Gingerbread (Android 2.3.7) ärgerte mich plötzlich sehr heftig, also suchte ich nach Alternativen. Irgendeine App hat mit einem Update das Handy beinahe unbenutzbar gemacht. Ich habe mehrere ROMs durchprobiert, einige brachen die Installation ab, andere starteten nach der Installation nicht und die, die starteten, hab ich nach ein paar Stunden wieder verworfen.

Irgendwann stieß ich dabei auf ein JB-ROM auf Basis des CyanogenMod 10.1 und probierte es einfach mal aus. Auf einen Fehlversuch mehr oder weniger kam es jetzt auch nicht mehr an. Aber erstaunlicherweise läuft das ROM recht smooth auf meinem alten Knochen. Auch meine Apps, die ich zuvor installiert hatte, laufen wieder. Einige Apps zur Vortäuschung einer Holo-Oberfläche habe ich nicht mehr installiert, da ich diese Oberfläche nun ja nicht mehr vortäuschen muss.

Aber es gibt auch Mängel: Bei Kameranutzung flackert das Display, so dass das aufzunehmende Motiv nicht klar einzustellen ist. Ein Probefoto zeigte allerdings, dass das Ergebnis trotzdem vernünftig ist. Nur der Bildausschnitt ist vielleicht nicht ganz wie geplant…

Das zweite Problem ist die Lautstärkeregelung. Ich setze den Pegel für die Benachrichtigungen gerne etwas runter, aber bei getrennter Einstellung für Klingel- und Benachrichtigungston zeigt letzterer keine Reaktion und plärrt mit voller Lautstärke los, wenn eine Mail kommt oder mich jemand auf Twitter erwähnt. Nur bei gemeinsamer Regelung der beiden Töne wird auch die Benachrichtigung leiser, allerdings überhöre ich auch den ein oder anderen Anruf…

Trotzdem lasse ich Jelly Bean jetzt auf dem Desire, denn mir gefällt die Optik. Und nicht alles, was das Design ausmacht, lässt sich in Android 2.x nachbauen. Zudem läufts bis auf die eben genannten Unzulänglichkeiten recht gut.

Ice Cream Sandwich auf dem HTC Desire?

ICS-LogoIch habe es versucht: Ich habe auf meinem Desire ein ICS-ROM geflasht. CyanogenMod 9 mit Android 4.0.4. Aber nach 24 Stunden habe ich das wieder rückgängig gemacht.

Ich setzte bisher auf GingerVillain, das auf CM7 aufsetzt. Und weil ich damit zufrieden war, habe ich mich für CM9 entschieden. Das sollte, so habe ich an mehreren Stellen gelesen, meist recht flott laufen.

Ich hatte aber zunächst schon mal ein Problem, das Desire mit CM9 und ICS überhaupt ins WLAN zu bekommen. Das Netz wurde einfach nicht gefunden. Ich hatte hier 3, 4 andere Netze, aber meines war nicht dabei. Auch eine manuelle Einrichtung blieb ohne Erfolg.

In der Brutzelstube bekam ich dann den Tipp, dass ich mal den verwendeten Kanal prüfen solle. Auf den hohen Kanälen 12 und 13 käme es nämlich gerne mal zu Problem. Hmm, und Gingerbread hat das doch einwandfrei funktioniert, und jetzt plötzlich nicht mehr? O.o

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Der Screenshot zeigt: Android 4.0.4 ist Installiert
OK, meine FRITZ!Box war manuell auf Kanal 12 eingestellt, also mal die Automatik aktiviert. Die setzte mein WLAN auf Kanal 1, wo aber schon 2 andere WLANs funken. Daher habe ich manuell auf Kanal 9 eingestellt, da der am wenigsten von Störeinflüssen anderer Netzwerke betroffen ist. Und siehe da, das Desire mit ICS konnte sich in meinem WLAN einloggen.

Also machte ich mich an die Einrichtung. Als Erstes installierte ich aus dem Play Store Titanium Backup, und stellte damit die mir wichtigen Apps samt Einstellungen wieder her.

Da ich den Cache und einiges mehr auf die Speicherkarte verschieben konnte, hatte ich massig internen Speicher frei. Aber einige größere Apps verweigerten mit Hinweis auf nicht genügend Speicherplatz die Inatallation. Also stimmte wohl auch die Anzeige des freien Speichers nicht, zumal der zeitweise mehr angezeigt hat, als physikalisch vorhanden ist… O.o

Bei den Spielereien mit dem Teil merkte ich allerdings, dass das Handy nur noch sehr träge reagierte. Einige Apps stürzten regelmäßig und reproduzierbar ab, so dass ich nach knapp 24 Stunden des Experimentierens die Schnauze voll hatte, und das vor dem Flashen des ICS-ROM erstellte Nandroid-Backup wieder herstellte. :surrender:

Schade eigentlich, denn einige Dinge gefielen mir in ICS deutlich besser. Vor Allem das Adressbuch und die Bildergalerie sind da deutlich übersichtlicher und besser zu handlen.

Ich werde also erstmal bei Gingerbread (Android 2.3.7) bleiben, und mir bei Zeiten mal ein neues Handy besorgen. Ich liebäugle da noch mit einem Samsung Galaxy S2. Das S3 ist mir zu groß.

Gingerbread und der Akku

Android LogoAlso nachdem ich die Tage hier das Oxygen-ROM auf mein Desire gespielt habe, hatte nicht nur Probleme mit dem Akku, mir fehlten auch einige Apps, die mir mit der originalen HTC-Software mitgeliefert wurden.

System-Info Desire GingerVillain 1.5
System-Info Desire GingerVillain 1.5
Die meisten der Apps lassen sich über den Market nachinstallieren, oder es finden sich dort vergleichbare Apps als Ersatz. Aber das gute alte UKW-Radio z.B. gibt es nicht, nur als Internet-Version, um die Sender als Stream zu empfangen.Wenn ich aber mitten in der Botanik stehe, ohne Netzwerk-Verbindung, dann möchte ich z.B. Samstags nachmittags über Antenne die Bundesligaübertragung hören.

Anyway, ich habe nur wenig Später das GingerVillain-ROM in Version 1.4 geflasht, und gestern auf 1.5 aktualisiert. Da habe ich deutlich mehr Optionen als mit Oxygen, und auch ein UKW-Radio ist dabei :clap:

Die Akkuleistung befindet sich in dem gleichen Rahmen, wie ich ihn vom Original-ROM von HTC gewohnt war.

Die Oberfläche „Sense”, die von HTC bereit gestellt wird, ist natürlich nicht dabei. Das machts aber etwas flotter, und die Bedienung ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ebenso leicht.

Alles in allem kann ich das GingerVillain-ROM für das Desire rundherum und uneingeschränkt empfehlen. Wer also keine Scheu davor hat, sein Handy mit einer neuen Software auszustatten, und sich der Risiken dabei bewusst ist, sollte das ROM mal testen. Die Versions-Informationen findet Ihr rechts im Screenshot.

Android 2.3 “Gingerbread” auf dem HTC Desire

Android LogoNach langem Hin und Her konnte ich endlich ein neues ROM auf das Desire bringen. Jetzt werkelt hier die aktuellste für Smartphones erhältliche Version des Android-Betriebssystems: Version 2.3.3, Codename „Gingerbread”.

Eine kleine Tatsache, der ich jedoch zuvor keine Beachtung schenkte, waren die Fehlermeldungen, die das Recovery schon beim Start ausgab. Ich hatte also ein defektes Recovery auf dem Desire, und konnte daher nichts machen. Das Erstellen von Backups mit Nandroid schlug ebenso fehl, wie das Flashen des ROM oder das Partitionieren der Speicherkarte für A2SD+.

Die Lösung des Problems, bzw. deren Übersetzung fand ich bei Brain in der Brutzelstube: AlphaRev.

Hierbei handelt es sich um ein ISO-File, mit dem man eine bootfähige CD erstellt. Das Smartphon an den USB-Port anschließen, den PC von der CD booten, und der Rest geht fast von alleine. Es startet eine Linux-Konsole, und darin ein Programm zum Flashen eines neuen Recoverys. Sowohl das defekte, als auch das neue Recovery sind ClockworkMod Recoverys, und beim Installieren des neuen wurde so nebenbei auch noch die Systemsicherheit ausgeschaltet, das so genannte S-Off. Das brauchts nur bei HTC, alle anderen Hersteller verwenden den Sicherungsmechanismus nicht. Durch S-Off bin ich in der Lage, auch auf die Systembereiche des Speichers lesend und schreibend zuzugreifen. S-Off ist der Hauptzweck des AlphaRev-Images, das Aufspielen eines neuen Recoverys eine Zusatzoption. Aber auf die kam es mir an.

Nachdem ich nun wieder über ein funktionierendes Recovery auf dem Androiden verfüge, konnte ich dann auch endlich ein Nandroid-Backup machen, die Speicherkarte Partitionieren, und das ROM mit einer neuen Betriebssystem-Version flashen. Ich entschied mir hier zunächst für „Oxygen v2.0.1”, aber da fehlten mir dann doch einige Apps, die HTC mitliefert. Daher habe ich später nochmal das „Ginger Villain 1.4” geflasht. Das liefert noch so nette Apps wie ein UKW-Radio mit, was ich oft und gerne nutze.

Beiden ROMs gemein ist, dass die von HTC gewohnte Oberfläche Sense fehlt. Dadurch sind beide aber auch deutlich schlanker, und schneller obendrein. Man muss sich nur an eine etwas andere Bedienung gewöhnen, und einige Bereiche wie z.B. das Adressbuch sehen komplett anders aus.

Wichtig war mir vor Allem die Unterstützung von A2SD+. Mit dem Original-ROM (Android 2.2 Froyo) konnte ich bereits einige Apps auf die SD-Karte schieben. Durch Root-Zugriff und einer zusätzlichen App konnte ich auch Apps aud die SD-Karte schieben, die das eigentlich noch nicht unterstützen. Ausgenommen sind da lediglich System-Anwendungen, und Widgets.

Für A2SD+ muss die Speicherkarte extra partitioniert werden, es wird eine ext-Partition erstellt. Auf dieser Partition landen schließlich die Apps, und der im Desire knapp bemessene interne Speicher wird entlastet. Und es werden alle Apps auf diese Partition geschoben, sogar automatisch. Nur einige Anwendungen, die sich automatisch auf die SD-Karte installieren, muss man dann aufs Telefon zurück schieben. Denn der zusätzliche A2SD+ Speicher wird wie interner Speicher behandelt und angesprochen.

Als Nachteil hat sich allerdings das Energie-Management herausgestellt. Mit dem Oxygen-ROM hatte ich heute auf Frühschicht bereits nach 3 Stunden den Akku halb leer, und Ginger Villain scheint da auch nicht wirklich sparsamer zu sein. Letzteres habe ich aber erst heute Mittag nach Feierabend installiert, also mal abwarten…

Update fehlgeschlagen

Android LogoIch bin ja bekanntlich ein Spielkind, und so wollte ich gestern Abend bzw. in der Nacht mein Desire auf Android 2.3 „Gingerbread” aktualisieren. Da es von HTC noch kein offizielles Update gibt, wollte ich es mit einem anderen ROM versuchen.

Nach einiger Recherche im Internet habe ich mich für das Oxygen-ROM entschieden, da dies stabiler und leichtgewichtiger sein soll. Und Anleitungen habe ich auch zuhauf gefunden. Tenor: ZIP-Datei mit dem ROM auf die Speicherkarte laden, Backup machen, Gerät ausschalten und in den Bootloader/Recovery-Mode starten (Leiser + Power gleichzeitig drücken), Handy wipen und schließlich das ZIP von der SD-Karte installieren. :smoke:

Klingt einfach, aber ich hatte schon diverse Probleme, überhaupt in den Recovery-Mode zu kommen. Obwohl ich das beim Rooten des Handys ja schon mal gemacht habe, startete das Gerät jetzt immer wieder bis zur Sense-Oberfläche durch, und musste erneut ausgeschaltet werden… O.o

Nach gefühlten 100 Versuchen war ich dann endlich im Recovery-Mode, und habe die nötigen Schritte ausgeführt. Die Installation des ROM brach aber nach kurzer Zeit mir einer mir nichts sagenden Fehlermeldung ab.

Auch mehrmaliges Wipen und Installieren brachte mich hier nicht weiter, und so befürchtete ich schon, das Handy sei unbrauchbar geworden. Dass dem nicht so war, zeigte mir dann der Reboot. Android fuhr bis zur Sense-Oberfläche hoch, und fragte die SIM-Karten-PIN ab, und ließ sich wie gewohnt verwenden. Ich frage mich, was ich da gewipet habe. O.o

Die Oberfläche sah genau so aus, wie ich sie eingerichtet habe. Eigentlich hätte ich hier ein in den Auslieferungs-Zustand zurück gesetztes Gerät erwartet. Alle SMS, die Kontakte, Anrufliste… Alles noch da. :denk:

Nur die Installierten Apps… Da stimmte was nicht. :denk: Die Icons waren auf dem Startbildschirm vorhanden, allerdings mit Platzhalter-Grafiken. In der Anwendungs-Verwaltung wurden die Apps nicht mehr im Klartext angezeigt, sondern mit kryptischen Bezeichnungen. Also z.B. „carnero.cgeo” statt „c:geo”. Und das war noch die einfachste Version, aus der sich die App letztlich ableiten ließ. Aber gefunden wurde letztlich keine App, ich musste alle neu installieren. :ddown:

Nachdem ich heute früh so gegen 4 die Hälfte der Apps wieder installiert hatte, ging nichts mehr. Es war kein Gerätespeicher mehr frei, nur noch wenige kB… O.o Also müssen die „Geister-Apps” die da waren, aber nicht gestartet werden konnten, noch ihren Speicherplatz belegen, und mit der Neuinstallation nochmal Platz eingenommen haben… :denk:

Letztlich habe ich einen Factory Reset gemacht, um mit einem jungfräulichen Handy von vorne zu beginnen. Das Zurückspielen des Backups ist dann natürlich fehlgeschlagen, und zwar bei den Kontakten. Anrufliste und SMS sind wieder da, und was da an Einstellungen wieder hergestellt wurde, erschließt sich mir nicht.

Die Kontakte sind durch die Verknüpfung mit meinem Google-Konto natürlich verfügbar, aber die lokal gespeicherten Kontakte wurden nur zum Teil wieder hergestellt. Jetzt stehen da etwa 100 Kontakte „Ohne Name”, die auch komplett leer sind. Keine Telefon-Nummern, keine Mail-Adressen, nichts. Die müssen jetzt alle einzeln gelöscht werden. Dazu muss ich die ganzen Apps neu installieren, und die gesamte Geräteeinrichtung neu machen. Wie das mit den gekauften Apps klappt, muss sich noch zeigen. Ein paar wenige habe ich in der Dropbox gesichert, aber der Rest…?

Jedenfalls bin ich gerade mächtig angefressen, und die nächsten Stunden beschäftigt… :motz:

HTC Desire synchronisieren

Da ich nun seit gut einem Monat mit dem Desire in der Tasche rumlaufe, möchte ich zunächst mal ein paar Worte über das Adressbuch verlieren.

HTC Desire
HTC Desire
Nachdem ich ja durch doppelte Synchronisation mit Outlook und Google anfangs nur Probleme hatte, habe ich das Outlook-Adressbuch nun komplett in Google eingepflegt. Das Desire synchronisiere ich nur noch mit dem Google-Konto, und Outlook lasse ich mal außen vor. Mein Standard zum Mailen ist Thunderbird, und da lassen sich die Google-Kontakte über die Erweiterung „Zindus” einbinden. Das funktioniert hervorragend, und ich habe ständig synchronisierte Adressbücher.

Denn egal, wo ich einen Kontakt bearbeite, oder einen neuen Kontakt hinzufüge, wenige Augenblicke später stehen die Änderungen überall zur Verfügung. Egal, ob in Thunderbird, auf dem Handy, oder direkt online in Google Mail, die Adressbücher sind immer auf dem gleichen Stand.

Einzig auf dem Handy habe ich die Kontakte doppelt vorhanden, aber den Telefon-Kontakt mit dem Pendant bei Google verknüpft. So werden die Kontakte nicht doppelt angezeigt, aber ich muss bei den Telefon-Kontakten die Änderungen auch noch mal machen. Das ist der einzige Nachteil, aber so habe ich die Kontakte auch zur Verfügung, wenn ich mal keine Netz habe. Denn dann komme ich nicht an die Google-Kontakte.

Wofür ich ohne Netz die Kontakte brauche? Na es gibt auch noch ein Leben neben dem Internet, und vielleicht möchte ich mal jemanden besuchen, und nochmal nach der genauen Adresse schauen.

Das Nächste, was genau so einfach synchronisiert wird, sind die Termine. Der Kalender am Handy synct mit dem Google Kalender, und unterscheidet dabei auch alle eingerichteten Kalender auf der Online-Plattform. In Thunderbird werkelt die Kalendererweiterung „Lightning”, und die Erweiterung „Provider für Google Kalender”. Letztere holt mir den Google Kalender in die Lightning-Erweiterung, und somit auf dem Rechner. Auch hier gilt wieder: Alle Termine werden automatisch synchron gehalten. Ein Termin, der online eingerichtet wird, erscheint sowohl in Lightning, als auch auf dem Desire.

Der einzige Nachteil liegt im Kalender des Androiden: Die Erinnerungs-Optionen sind dort nicht so detailliert einzustellen, wie es online im Google Kalender geht. Da heißt es ggf. später noch mal nachbearbeiten. :ddown:

Ihr seht also: Android und Thunderbird lassen sich ganz leicht synchron halten, wenn man ein Google-Konto besitzt. Dann benötigt man noch nicht mal eine Kabelverbindung zwischen dem Handy und dem PC. Wer kein Google-Konto hat, oder der bösen Datenkrake seine Kontakte und Termine nicht anvertrauen möchte, kommt um händische Synchronisation nicht herum, oder verwendet nur Outlook auf Windows, und „HTC Sync”. :denk:

Es gibt wohl auch Möglichkeiten, einen Androiden mit Thunderbird abzugleichen. Dazu benötigt man aber noch weitere Thunderbird-Erweiterungen, und ich meine auch was von einer erforderlichen App auf dem Handy gelesen zu haben. Da gehe ich lieber den hier beschriebenen Weg des geringsten Widerstandes.

HTC Desire rooten

Nun habe ich seit ein paar Wochen das HTC-Desire, und da haben sich doch so einige Apps angesammelt. Die Meldung, dass zu wenig Speicher zur Verfügung steht, war zuletzt Dauerzustand. Dadurch schlagen aber auch Updates fehl, weil die zumindest während der Installation Platz brauchen.

Gestern telefonierte ich mit einem Freund, der zwar kein Desire, aber doch ein Android-Handy hat. Und der erklärte mir dann die Vorzüge eines gerooteten Smartphones. Denn standardmäßig hat man bei den Android-Geräten keinen Root-Zugriff, und normalerweise ist der auch nicht notwendig. Aber die ein oder andere Sache benötigt Root-Zugriff.

So habe ich letzte Nacht damit verbracht, mein Desire nach der Anleitung aus der Brutzelstube 1 zu rooten. Eine ähnliche Anleitung mit dem gleichen Tool, nur für Windows, hat kurz vor Ende des Vorgangs abgebrochen.

In der Verlinkten Anleitung ist die Rede von einer Live-Linux-CD. Mit einem installierten Linux braucht man die natürlich nicht. Ich habe den gezippten Tar-Ball direkt auf dem System entpackt, und wie in der Anleitung beschrieben mit

sudo ./reflash

in der Konsole gestartet. Das Desire per USB am Rechner angeschlossen, „nur laden” ausgewählt, und und nach einem Klick auf OK gings los. Nur den letzten Reboot des Desire musste ich entgegen der Aussage in der Anleitung manuell anstoßen.

Desire Screenshot
Der Desire-Screenshot mit der Ausgabe der Android-System-Info (App)
Zunächst mal fällt nun gar kein Unterschied auf. Heute Abend dann habe ich mich mal damit befasst, und gezielt zwei Apps installiert, die Root-Zugriff benötigen. Zum einen den „Move2SD Enabler” 2, und zum anderen „ShootMe” 3. Beide Anwendungen sind gratis.

Die Erstgenannte ist die für mich wichtige. Diese App sorgt dafür, dass ich beinahe alle Apps auf die SD-Karte verschieben kann. Denn viele Apps unterstützen das nicht. Ausgenommen von der Verschiebe-Aktion sind geschützte und System-Tools, und laut Kommentaren im Market auch Apps, die Widgets mitbringen. Jedenfalls habe ich den verfügbaren Speicher im Gerät damit mehr als verdoppelt.

Die zweite App erschießt mich nicht, sondern erstellt Screenshots auf dem Desire, und legt diese auf der Speicherkarte ab. Wahlweise als BMP, JPG, oder PNG. Zum erstellen eines Screenshots braucht man das Handy nur kräftig zu schütteln.

Den hier eingestellten Screenshot habe ich auf diese Art erstellt, und der spiegelt gleich den Speicherzustand nach dem Verschieben der Apps auf SD-Karte wieder.

Die Anwendungen fragen beim Start nach Root-Rechten, die man dann explizit gewähren muss. Es gibt aber die Option, den Root-Zugang für eine App dauerhaft zu gewähren.

Eine Warnung noch: Bei einem gerooteten Androiden dürft Ihr kein OTA-Update mehr machen! Das Gerät wird sonst nicht mehr starten!

Die ersten Tage mit dem HTC Desire

Seit letzten Dienstag habe ich nun ein HTC Desire, wie ich ja hier schon angekündigt habe. Und nach einer Woche Nutzung kommt nun ein erster Erfahrungsbericht, über Frust und Lust mit dem neuen Handy.

HTC Desire
HTC Desire
Der erste Ärger begann direkt, nachdem ich das Gerät zum ersten mal in Betrieb genommen habe. Zum einen habe ich mein Google-Konto auf dem Handy eingerichtet, und zum anderen Kontakte und Termine über die Windows-Software HTC Sync mit Outlook synchronisiert. In Outlook habe ich ein sehr umfangreiches Adressbuch, welches über Jahre gewachsen ist, und Daten enthält, die ich in keinem andern Adressbuch habe. Das Problem: Nebenbei synchronisierte das Handy auch mit dem Google-Konto, wo die Kontakte recht ungepflegt sind. Das hatte zur Folge, dass unzählige Kontakte doppelt auf dem Handy landeten, und dazu viele Google-Kontakte, die eigentlich keine sind. Google speichert in den Kontakten nur jeden, an den ich je ne Mail geschickt habe.

Also machte ich mich zunächst mal an die Bereinigung der Kontakte auf dem Desire. das hatte dann jedoch zur Folge, dass ich bei doppelten Kontakten gleich beide Versionen löschte. Unbewusst, dafür umso ärgerlicher. Zumal nach dem nächsten Sync mit Outlook auch da plötzlich einige Kontakte fehlten. Gut, wenn man ein Backup hat, und das auch noch aktuell ist…

Das nächste Problem war dann, dass die Software dauernd abstürzte. Mein Desire wurde ungebrandet geliefert, also konnte mir da keine vermurkste Provider-Software in die Quere kommen. Zudem ist Android bereits in der aktuellen Version 2.2 (Froyo) installiert. Also woher kamen die Abstürze, die hauptsächlich das Adressbuch betrafen?

Ich weiß es nicht, aber nachdem ich das Handy gefühlte 100 mal in den Auslieferungs-Zustand zurückgesetzt habe, läuft es jetzt auch seit 3 Tagen ohne Absturz durch. Abgestürzt sind nur die ein oder andere App, die möglicherweise unsauber programmiert war.

Der Positive Nebeneffekt ist, dass ich sauber synchronisiertes Adressbuch auf dem Handy habe. Jetzt bin ich dabei, die Google-Kontakte auf Vordermann zu bringen, um die Kontakte dann entsprechend zu verknüpfen.

Ansonsten bin ich mit dem Desire sehr zufrieden. Der Akku, anfangs nach 2, 3 Stunden leer, hält mittlerweile etwa 6 Stunden bei exzessiver Nutzung inkl. GPS. Wenn das Gerät als neues Spielzeug mal nicht mehr so interessant ist, uns die Nutzung somit im Normalbereich liegt, wird auch die Akkuleistung besser werden.

Ich nutze mein Google-Konto auf dem Desire für Mail (Google Mail App), Latitude und Kalender, dazu den Google Reader und Picasa. Mit der HTC-Mail-App nutze ich dazu auch das Mail-Konto bei der Piratenpartei NRW. Die anderen Mailkonten habe ich (noch) nicht auf dem Handy eingerichtet. Dazu kommt Online-Nutzung per Twitter, Skype, Foursquare, MSN und ICQ. Für Twitter habe ich mich auf TweetDeck eingeschossen, was ich ja auch am Desktop benutze. Die übrigen Dienste nutze ich mit den Apps der Anbieter.

Wobei die ICQ-App nicht so klasse ist: Die verliert hier (über WLAN) dauernd die Verbindung. Wenn ich das merke, muss ich mich ab- und wieder anmelden, um die Verbindung wieder herzustellen. Skype und MSN laufen da deutlich stabiler.

Wenn ich mit dem Google-Adressbuch fertig bin, werde ich versuchen, den Androiden mit dem Pinguin kommunizieren zu lassen. Als externe Festplatte läuft die Verbindung bereits von Hause aus.