Linux und Musikverwaltung

AmarokEin Punkt, den Onkel Bill’s Jünger immer wieder gegen Linux anführen, ist die fehlende Multimedia-Tauglichkeit. Dass dem nicht so ist, erlebe ich jeden Tag aufs Neue. Ich höre hier am PC meine MP3-Sammlung durch, höre Webradio und Podcasts, und ich schaue TV, DVD und (s)VCD. Also was will man da mehr? Einzig im Internet auf einigen Webseiten bleiben die Medien für mich (noch) verschlossen.

Aber wenden wir uns mal der lokalen MP3-Sammlung zu. MP3 an sich widerspricht dem Linux-Konzept von freier Software, da für den Codec Lizenzgebühren an das Frauenhofer Institut fällig werden. Und der freie LAME-Codec ist ja doch recht umstritten. Daher liefern gängige Linux-Distributionen von Hause aus auch keinen MP3-Codec mehr mit, man muss ihn von Hand nachinstallieren. Die meisten Distos haben LAME irgendwo in “non-free”- oder “restricted”-Reops, die in die Paketquellen eingetragen werden müssen. Wie komfortabel das nun ist, unterscheidet sich von Distro zu Distro.

Wenn man den Codec installiert hat, steht dem Genuss der MP3s nichts mehr im Wege. Außer vielleicht… Wo finde ich welchen Titel? Daher hat Sebastian Pfohl für Pro-Linux.de einen Vergleichstest der gängigen Musikverwaltungs-Software gemacht, und den in einen guten Artikel gepackt. Testsieger ist demnach das auch von mir bevorzugte Amarok. Und wenn Version 2 davon endlich veröffentlicht wird, kommen sogar Onkel Bill’s Jünger in den Genuss dieses klasse Programmes. Ihr solltet Euch den Artikel ruhig mal ansehen.