HTC Desire rooten

Nun habe ich seit ein paar Wochen das HTC-Desire, und da haben sich doch so einige Apps angesammelt. Die Meldung, dass zu wenig Speicher zur Verfügung steht, war zuletzt Dauerzustand. Dadurch schlagen aber auch Updates fehl, weil die zumindest während der Installation Platz brauchen.

Nun habe ich seit ein paar Wochen das HTC-Desire, und da haben sich doch so einige Apps angesammelt. Die Meldung, dass zu wenig Speicher zur Verfügung steht, war zuletzt Dauerzustand. Dadurch schlagen aber auch Updates fehl, weil die zumindest während der Installation Platz brauchen.

Gestern telefonierte ich mit einem Freund, der zwar kein Desire, aber doch ein Android-Handy hat. Und der erklärte mir dann die Vorzüge eines gerooteten Smartphones. Denn standardmäßig hat man bei den Android-Geräten keinen Root-Zugriff, und normalerweise ist der auch nicht notwendig. Aber die ein oder andere Sache benötigt Root-Zugriff.

So habe ich letzte Nacht damit verbracht, mein Desire nach der Anleitung aus der Brutzelstube 1 zu rooten. Eine ähnliche Anleitung mit dem gleichen Tool, nur für Windows, hat kurz vor Ende des Vorgangs abgebrochen.

In der Verlinkten Anleitung ist die Rede von einer Live-Linux-CD. Mit einem installierten Linux braucht man die natürlich nicht. Ich habe den gezippten Tar-Ball direkt auf dem System entpackt, und wie in der Anleitung beschrieben mit

sudo ./reflash

in der Konsole gestartet. Das Desire per USB am Rechner angeschlossen, „nur laden” ausgewählt, und und nach einem Klick auf OK gings los. Nur den letzten Reboot des Desire musste ich entgegen der Aussage in der Anleitung manuell anstoßen.

Desire Screenshot
Der Desire-Screenshot mit der Ausgabe der Android-System-Info (App)
Zunächst mal fällt nun gar kein Unterschied auf. Heute Abend dann habe ich mich mal damit befasst, und gezielt zwei Apps installiert, die Root-Zugriff benötigen. Zum einen den „Move2SD Enabler” 2, und zum anderen „ShootMe” 3. Beide Anwendungen sind gratis.

Die Erstgenannte ist die für mich wichtige. Diese App sorgt dafür, dass ich beinahe alle Apps auf die SD-Karte verschieben kann. Denn viele Apps unterstützen das nicht. Ausgenommen von der Verschiebe-Aktion sind geschützte und System-Tools, und laut Kommentaren im Market auch Apps, die Widgets mitbringen. Jedenfalls habe ich den verfügbaren Speicher im Gerät damit mehr als verdoppelt.

Die zweite App erschießt mich nicht, sondern erstellt Screenshots auf dem Desire, und legt diese auf der Speicherkarte ab. Wahlweise als BMP, JPG, oder PNG. Zum erstellen eines Screenshots braucht man das Handy nur kräftig zu schütteln.

Den hier eingestellten Screenshot habe ich auf diese Art erstellt, und der spiegelt gleich den Speicherzustand nach dem Verschieben der Apps auf SD-Karte wieder.

Die Anwendungen fragen beim Start nach Root-Rechten, die man dann explizit gewähren muss. Es gibt aber die Option, den Root-Zugang für eine App dauerhaft zu gewähren.

Eine Warnung noch: Bei einem gerooteten Androiden dürft Ihr kein OTA-Update mehr machen! Das Gerät wird sonst nicht mehr starten!