Drucker geht auch wieder

Ich habe vor einiger Zeit mal beschrieben, wie ich meinen Brother MFC-235C zum Laufen bekam, nur ist diese Anleitung heute leider nicht mehr aktuell. Ich musste etwas suchen und experimentieren, bis alles funktionierte. Zunächst stellte sich das Problem, dass auf der Downloadseite der Brother-Treiber für den Drucker und das PC-Fax nur 32bit-Pakete zur Verfügung stehen.

Ich habe vor einiger Zeit mal beschrieben, wie ich meinen Brother MFC-235C zum Laufen bekam, nur ist diese Anleitung heute leider nicht mehr aktuell. Ich musste etwas suchen und experimentieren, bis alles funktionierte.

Zunächst stellte sich das Problem, dass auf der Downloadseite der Brother-Treiber für den Drucker und das PC-Fax nur 32bit-Pakete zur Verfügung stehen. 64bit-Pakete gibt es nur für den Scanner.

Nun, das Problem ließ sich relativ leicht umschiffen: Seit (K)Ubuntu Hardy Heron (8.04) sind die gängigsten Treiber im Multiverse-Repository enthalten. Welches Treiberpaket man da installieren muss, steht im Ubuntu-Wiki. Für meinen MFC-235C war das Paket „brother-cups-wrapper-extra” zu laden:

sudo apt-get install brother-cups-wrapper-extra
mcf-235c

Brother MFC-235C
Bild: Brother, © by Brother International GmbH

Jetzt lässt sich der Drucker über die Systemeinstellungen → Hardware → Drucker einrichten konfigurieren. Ein Testdruck brachte aber ein ernüchterndes Bild zum Vorschein: Der Ausdruck setzte etwa Daumenbreite zu hoch an, war also oben abgeschnitten, und unten war noch Platz auf dem Blatt. Und das, obwohl A4 eingestellt war. Folgenden Tipp fand ich im Internet:

Man begebe sich mit root-Rechten in das Verzeichnis /usr/local/Brother/Printer/mfc-235c/inf, und editiere da die Datei mfc-235crc. Füge dort einfach den Text PaperType=A4 ein, und speichere die Datei. Bei mit war die Datei nicht vorhanden, ich habe sie neu erstellt und diesen Einzeiler eingefügt. Anschließend wird der Cups-Server neu gestartet:

sudo /etc/init.d/cups restart

Steht auch alles auf oben verlinkter Wiki-Seite. Der Drucker funktioniert jetzt jedenfalls tadellos.

Scanner

Die Treiber für den Scanner sind nicht im Repository enthalten, die müssen von der Brother-Website geladen werden. Hier stehen auch 64bit-Pakete zur Verfügung. Für den MCF-235C sind die brscan2-Pakete die richtige Wahl. Das scan-key-tool ist optional und wir nur benötigt, falls man über die „Scanner”-Taste am Gerät selber scannen möchte.

Nach der Installation der Pakete müssen noch die udev-Regeln angepasst werden, sonst kann man den Scanner nur als root verwenden. Und auch hier ist meine damalige Anleitung nicht mehr aktuell. Die passenden Regeln finden sich nicht mehr in /etc/udev/rules.d, sondern in /lib/udev/rules.d. Die nötigen Anpassungen stehen ebenfalls im Ubuntu-Wiki. In der Datei 40-libsane.rules ist folgender Code einzufügen:

# Brother scanners
ATTRS{idVendor}=="04f9", ENV{libsane_matched}="yes"

Gegebenenfalls muss noch die Datei 55-libsane.rules editiert, bzw. in den meisten Fällen erstellt und mit folgendem Inhalt gefüttert werden:

# USB devices (usbfs replacement)
SUBSYSTEM=="usb", ENV{DEVTYPE}=="usb_device", MODE="0666"
SUBSYSTEM=="usb_device", MODE="0666"

Auf jeden Fall muss jetzt noch das udev-System neu gestartet werden:

sudo service udev restart

Bei mir musste allerdings gleich ein PC-Neustart her, denn ein Zugriff auf den Scanner war zuvor nicht möglich und wurde mit einer Fehlermeldung quittiert.

Zeit dass sich was dreht…

Ich komme zur Zeit gar nicht mehr dazu, hier was zu schreiben. Seit dem ich den neuen PC hier stehen habe, läuft nichts mehr so, wie es soll. Ich habe inzwischen wieder Sidux am laufen, allerdings die 32Bit-Version. Die PC-Komponenten an sich funktionieren auch ohne Probleme.

Ich komme zur Zeit gar nicht mehr dazu, hier was zu schreiben. Seit dem ich den neuen PC hier stehen habe, läuft nichts mehr so, wie es soll.

Ich habe inzwischen wieder Sidux am laufen, allerdings die 32Bit-Version. Die PC-Komponenten an sich funktionieren auch ohne Probleme.

Ich hatte den PC von der Sidux-DVD gebootet, und das komplette System von der alten auf die neue Festplatte kopiert. Anschließend noch die /boot/grub/menu.list und die /etc/fstab an die neuen Pfade angepasst, und gut.

Im Großen und Ganzen klappt das hier ganz gut. Icedove läuft mit den alten Einstellungen, und die Mails sind auch noch alle da. Iceweael hatte ja eh ein Problem mit den Schriftgrößen, und ich hatte den original Firefox laufen. Der läuft jetzt auch wieder, mit allen Einstellungen. Sogar die durch den plötzlichen Tod des alten PC abgebrochene Session wurde beim ersten Start wieder hergestellt.

Mich wundert nur, dass der Netzwerk.Anschluss als eth1 läuft, und eth0 existiert nicht. Zudem musste ich die Netzwerk-Einstellungen neu setzen. Aber vorher war auch eth0 aktiv, und durch den Device-Wechsel musste ich dem neuen Anschluss wohl die Einstellungen neu zuweisen.

Ein Problem habe ich mit meinem Multifunktions-Drucker… So kann ich zwar drucken, wie gehabt, aber nicht scannen. CUPS läuft ohne Probleme, aber Sane mag irgendwie nicht. Wenn ich X-Sane starte, knn ich den Scanner auswählen, und bekomme dann eine Fehlermeldung, die zum Abbruch des Programmes führt:

Sane-Fehlermeldung
Die Fehlermeldung von Sane

Wenn ich Kooka starte, kann ich ebenfalls den Scanner auswählen, und das Programm startet dann auch. Nur findet sich eine Fehlermeldung in dem Bereich, wo ich eigentlich die Einstellungen für den Scanner bzw. den Scanvorgang mache:

Kooka-Fehlermeldung
Das Kooka-Fenster mit der Fehlermeldung

Ich muss dazu sagen, dass ich es als normaler User versuche, aber die udev-Regeln sind entsprechend gesetzt. Aber auch als root bekomme ich diese Fehlermeldungen. Ich habe alles, was Sane heißt, neu installiert, aber ich habe damit keinen Erfolg gehabt.

Hier liegt auch noch so einiges andere im Argen, was aber im Moment nicht so wichtig ist. Aber das mit dem Scanner ärgert mich…

Kooka will nicht…

Ich habe heute einige Fotos (Papier-Abzüge) bekommen, und die wollte ich „mal eben“ via Scanner in den PC übertragen. Schließlich habe ich mich bei der Einrichtung genug geärgert, da wollte ich das auch nutzen. Meine Standard-Anwendung zum Scannen heißt Kooka. Die stammt aus aus dem KDE-Fundus und ist ein grafischen Frontend für die Scanner-Schnittstelle „sane„.

Ich hatte auch mit Kooka schon über das MFC gescannt, doch jetzt wollte die Software nicht mehr starten. Kooka stürzte beim Programmstart ab und ich bekam da die gleiche Meldung, mit der mich Kontact letztens schon genervt hat. Nur finde ich auf die Schnelle kein Paket zum Debugging. Also habe ich ein anderes Frontend testen wollen, was auch mal funktioniert hat: XSane. Aber da kam nur die Meldung, dass nach Geräten gesucht werde, und dann verschwand das Programm kommentarlos ins Nirvana.

Jetzt war guter Rat teuer, schien das Problem doch im Backend, in sane nämlich, zu liegen. Und dafür gab es gestern oder vorgestern Updates. Davor hat alles geklappt, danach nicht mehr…

Eine Hoffnung hatte ich noch: Die Bildbearbeitung The Gimp, das Photoshop der Open Source Szene. Da gibt u.A. auch ein XSane-Plugin, welches mir den gleichen Erfolg bescherte, wie der Start von XSane allein. Aber ich hatte noch das „QuiteInsane“-Plugin, und damit konnte ich scannen.

Also haben sowohl Kooka, als auch XSane Probleme, die es zu lösen gilt. Das ärgert mich insbesondere deshalb, weil es bis vor ein paar Tagen noch funktioniert hat. Zudem benötige ich die OCR-Funktion in Kooka recht oft. Bleibt nur, auf ein schnelles Update zu hoffen, oder einen Bugreport zu schreiben.

Multifunktions-Center Brother MFC-235C

Vor ein paar Wochen habe ich mir das Brother MFC-235C Multifunktions-Center gegönnt. Das ist ein preiswertes Gerät, das ein Arbeitskollege mir empfohlen hat. Es beherbergt Drucker, Scanner, Kopierer und Fax in einem Gerät, Kopie und Fax auch ohne PC.

Vor ein paar Wochen habe ich mir das Brother MFC-235C Multifunktions-Center gegönnt. Das ist ein preiswertes Gerät, das ein Arbeitskollege mir empfohlen hat. Es beherbergt Drucker, Scanner, Kopierer und Fax in einem Gerät, Kopie und Fax auch ohne PC. Und wie versprochen, berichte ich hier, wie ich das Schmuckstück zum Laufen bekam.

mcf-235c

Brother MFC-235C
Bild: Brother, © by Brother International GmbH

Ich habe mich erst mal im Netz schlau gemacht, was den Betrieb unter Linux angeht. Demnach sollte wohl der Scanner nicht mit dem Pinguin zusammen arbeiten, der Drucker würde nicht in allen Funktionen unterstützt. O.o

Ich habe mir gedacht, für knapp 90 Euronen versuch es mal. Wenns nicht klappt, geht das Teil bei eBay rein. Dann habe ich in diversen Foren nach Tipps und Tricks gesucht, und bin dann auf die amerikanische Brother-Seite gestoßen. Da gibt es… Linux-Treiber für das MFC

Ich habe da insgesamt 7 Dateien geladen, allesamt als Debian-Pakete (.deb-Dateien). Zwei davon hätte ich nicht gebraucht, wie sich nachher gezeigt hat. Nach der Anleitung auf der Brother-Seite habe ich die installiert, und schon standen mit in CUPS zwei neue Drucker zur Verfügung. Zum einen gab es den „MFC-235C“, der jetzt mein Standard-Drucker ist, zum anderen einen „BRFAX“, der mir die Fax-Funktion an den Rechner bringen soll. Das jedoch hat bisher noch nicht geklappt, brauche ich aber auch nicht.

Ich muss dabei noch erwähnen, das ich das MFC an den USB-Port meiner FRITZ!Box 7170 angeschlossen habe, wie den alten Drucker zuvor auch schon. Der Drucker wird dann über die Adresse socket://fritz.box:9100 angesprochen. „Multifunktions-Center Brother MFC-235C“ weiterlesen