Debian Testing (Wheezy)

Debian-LogoNachdem ich letztens Aptosid installiert habe, konnte mich das nicht überzeugen. Der Nachfolger des von mir gerne genutzen, aber leider nicht mehr verfügbarem Sidux kann da einfach nicht mithalten…

Auf die Gründe mag ich jetzt nicht weiter eingehen, aber meine Entscheidung für die auf Debian Unstable (Sid) basierende Distribution entsprang dem Wunsch nach aktueller, aber stabil laufender Software. Bei Sidux hat das auch noch ganz gut geklappt, bei Aptosid leider nicht mehr. Wobei auch Sidux mit KDE4 unbenutzbar wurde… O.o

Der stabile Zweig von Debian, aktuell in Version 6 mit dem Namen Squeeze, setzt der Distributions-Politik folgend auf nicht mehr ganz so aktuelle, dafür aber stabile Software. Als Updates gibts da eigentlich nur Sicherheits-Patches, neue Versionen mit neuen Features kommen erst mit der nächsten Version der Distribution.

Immer die aktuellste Software gibts in der Unstable-Version, die immer auf den Codenamen Sid hört. Hier können auch gerne Beta-Versionen der einzelnen Pakete vorkommen, Stabilität ist nicht garantiert, und somit scheidet die Sid für Produktiv-Systeme aus.

Sidux und Aptosid bringen Erweiterungen für diese Version mit, die eine gewisse Stabilität mitbringen. Was bei Sidux auch recht gut gelungen ist, klappte bei Aptosid wie gesagt nicht mehr überzeugend. Zudem gab es beinahe täglich mehrere 100 MB an Updates zu laden.

Einen Kompromiss zwischen Stable und Unstable ist dann eben Testing. Wenn die aktuelle Testing-Version in den Stable-Status wechselt, wird in Sid ein Freeze gemacht, und die neue Testing-Version ist da. Das heißt: Aktuelle Versionen der Software, wenn auch nicht die neuesten, und immer weiter wachsende Stabilität. Später wird das mal die Version 7 von Stable, und hört aktuell auf den Namen Wheezy. Auch hier gibt es nur noch Updates, die eben dieser Stabilität, oder aber der Sicherheit dienen. Gnome 3 z.B. ist für Testing nicht zu haben, dafür müsste man Unstable-Quellen einbinden

Und genau diesen Kompromiss habe ich nun zumindest am Netbook installiert. Trotz des per default verwendeten Gnome-Desktop (den mag ich eigentlich nicht) gefällt mir das bisher recht gut. Immerhin kommt hier mein Lieblings-Twitterclient TweetDeck zum Laufen, unter Aptosid hat der immer über ein fehlerhaft installiertes Adobe Air gemeckert. O.o

Auch hardwaremäßig klappt es hier deutlich besser: WLAN lief auch bei Aptosid, der UMTS-Stick mochte aber nicht. Vielleicht hab ich auch an den falschen Schrauben gedreht, jedenfalls konnte ich mit dem Stick keine Internet-Verbindung aufbauen. Jetzt, bei Wheezy, habe ich keine Probleme damit. Stick anstöpseln, im Netzwerk-Manager eine neue Verbindung vom Typ „Mobiles Breitband” einrichten, Provider auswählen und ggf. Zugangsdaten eingeben, fertig.

Ich werde jetzt wohl noch ein paar Tage brauchen, bis das System komplett und nach meinen Wünschen eingerichtet ist. Zudem weiß ich noch nicht, ob ich mich an Gnome gewöhnen kann, oder ob ich KDE noch nachinstalliere. Zudem habe ich die Hoffnung, dass Gnome 3 noch zur Verfügung gestellt wird. Das soll ja nochmal ganz anders sein, aber die Bilder von Schrottie gefallen mir.

Zudem hab ich die 64Bit-Version zur Installation am Desktop bereits heruntergeladen, und einen USB-Stick damit bootfähig ausgestattet. Da wartet dann also die nächste Baustelle auf mich…

Aptosid installiert

Aptosid-LogoIch habe eben sowohl am PC, als auch am Netbook die Kubuntu-Installation durch Aptosid ersetzt. Aptosid ist der Nachfolger von Sidux, und baut ebenso auf Debian Sid auf. Also habe ich hier immer die aktuellste Software.

Wenn ich das vernünftig zum Laufen bekomme, wird auf beiden Maschinen die parallel installierte Windows 7 Version verschwinden, und zumindest am Netbook gibts dann auch ne Neuinstallation mit verschlüsselten Laufwerken. So wie Dave es hier im Blog beschreibt.

Anyway, ich werde meine Erfahrungen hier posten. WLAN am Eee-PC läuft schon mal problemlos, auch wenn ich die Einrichtung erst suchen musste…

Sidux ist tot

Aptosid-LogoUnd das schon einen Monat…

Aufgrund der Probleme mit Kubuntu überlegte ich mir, doch mal eine aktuelle Sidux-Version zu laden. Doch ich fand dort den Beitrag „Important News: sidux ist tot – lang lebe aptosid”. Hier wird der Tod von Sidux mit Problemen des Sidux e.V. begründet, und gleichzeitig die Geburt von „aptosid” bekannt gegeben.

Aptosid ist eigentlich Sidux, nur mit einem neuen Namen. Die gleiche Software, die gleichen Entwickler, eine gleich aussehende Website, nur ohne einen gleichnamigen e.V. dahinter.

Zeit dass sich was dreht…

Ich komme zur Zeit gar nicht mehr dazu, hier was zu schreiben. Seit dem ich den neuen PC hier stehen habe, läuft nichts mehr so, wie es soll.

Ich habe inzwischen wieder Sidux am laufen, allerdings die 32Bit-Version. Die PC-Komponenten an sich funktionieren auch ohne Probleme.

Ich hatte den PC von der Sidux-DVD gebootet, und das komplette System von der alten auf die neue Festplatte kopiert. Anschließend noch die /boot/grub/menu.list und die /etc/fstab an die neuen Pfade angepasst, und gut.

Im Großen und Ganzen klappt das hier ganz gut. Icedove läuft mit den alten Einstellungen, und die Mails sind auch noch alle da. Iceweael hatte ja eh ein Problem mit den Schriftgrößen, und ich hatte den original Firefox laufen. Der läuft jetzt auch wieder, mit allen Einstellungen. Sogar die durch den plötzlichen Tod des alten PC abgebrochene Session wurde beim ersten Start wieder hergestellt.

Mich wundert nur, dass der Netzwerk.Anschluss als eth1 läuft, und eth0 existiert nicht. Zudem musste ich die Netzwerk-Einstellungen neu setzen. Aber vorher war auch eth0 aktiv, und durch den Device-Wechsel musste ich dem neuen Anschluss wohl die Einstellungen neu zuweisen.

Ein Problem habe ich mit meinem Multifunktions-Drucker… So kann ich zwar drucken, wie gehabt, aber nicht scannen. CUPS läuft ohne Probleme, aber Sane mag irgendwie nicht. Wenn ich X-Sane starte, knn ich den Scanner auswählen, und bekomme dann eine Fehlermeldung, die zum Abbruch des Programmes führt:

Sane-Fehlermeldung
Die Fehlermeldung von Sane

Wenn ich Kooka starte, kann ich ebenfalls den Scanner auswählen, und das Programm startet dann auch. Nur findet sich eine Fehlermeldung in dem Bereich, wo ich eigentlich die Einstellungen für den Scanner bzw. den Scanvorgang mache:

Kooka-Fehlermeldung
Das Kooka-Fenster mit der Fehlermeldung

Ich muss dazu sagen, dass ich es als normaler User versuche, aber die udev-Regeln sind entsprechend gesetzt. Aber auch als root bekomme ich diese Fehlermeldungen. Ich habe alles, was Sane heißt, neu installiert, aber ich habe damit keinen Erfolg gehabt.

Hier liegt auch noch so einiges andere im Argen, was aber im Moment nicht so wichtig ist. Aber das mit dem Scanner ärgert mich…

Ich bin enttäuscht…

Gerade habe ich auf einer für Suse genutzten Partition die ganz aktuelle openSUSE 11.0 mit KDE4 installiert, und ich bin enttäuscht. Ich habe mir mehr davon versprochen. :roll:

Die Installation lief in den Grundeinstellungen sehr zügig, einzig die Partitionierung der Festplatten habe ich von Hand vorgenommen. So konnte ich die richtige Partition zur Installation aussuchen, und die korrekte /home-Partition einbinden. Das hat soweit alles wunderbar geklappt.

Nach dem ersten Systemstart allerdings konnte ich mich nicht anmelden, ich landete ohne eine Fehlermeldung wieder am Login Screen. Ich vermute, dass es an der KDE-Version liegt. Da passen die vorgefundenen Einstellungen nicht zur aktuellen Version. O.o

Dann habe ich mal was versucht: Ich konnte mich doch tatsächlich als “root” am grafischen System anmelden! Da sind die Suse-Leute wohl die einzigen, die das ab Werk erlauben. Hier, in meiner Sidux-Installation, geht das nicht. Da müsste ich erst Regeln ändern, oder den Umweg über die Konsole nehmen.

Nun denn, ich war mit Admin-Rechten im grafischen System unterwegs, wobei der Ausflug nur eine halbe Stunde dauerte. Dann nämlich stürzte die in KDE4 eingeführte Plasma-Oberfläche ab. Die Optik dieser Oberfläche finde ich zumindest in der von Suse vergewaltigten Version nicht sehr modern und ansprechend. Das war aber auch bei KDE3.5 und Gnome schon so.

Also außer ein paar Spielereien ist da bisher noch nichts bei rumgekommen, und ob ich da noch weiterspiele, weiß ich noch nicht. Irgendwie habe ich mich an mein Debian Sid (nichts anderes ist Sidux) gewöhnt, und komme da bestens mit zurecht. :mrgreen:

Sommerloch

Es ist schon da, das Sommerloch. Bei dem heißen Wetter der letzten Tage habe ich nicht viel Lust zum Schreiben (OK, heute regnet’s…), und mein Sidux macht zur Zeit auch keine Mucken, über die man berichten müsste.

Wenn es was Neues zum Thema Woopra-Client gibt, werde ich mich melden. Im Moment scheint aber auch der Support bei Woopra ziemlich ratlos… Aber es ist ja auch noch Beta, das sollte man nicht vergessen

Und es geht doch…

Nachdem ich gestern erst mal aufgegeben habe, läuft das dLAN nun doch noch

Gestern Abend habe ich ja die aktuelle Sidux-DVD herunter geladen und gebrannt. Aber ich war irgendwie zu blöd, die DVD als Update-Quelle einzubinden. O.o

Na gut, dann installierste eben neu, die Kröte hat ja eh noch keine Daten gespeichert. Also habe ich von der DVD gebootet, und als das Livesystem gestartet war, auf Sidux-Install geklickt. Dann musste ich als erstes einige Daten wie root-Passwort, Username und Passwort für den nomalen Benutzer, und die zu verwendende Festplatten-Partition. Dann ging’s los: Die gewählte Partition wurde formatiert, und dann… passierte nichts mehr.
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Ich krieg ‘ne Kriese…

KDE-LogoIch habe noch mal versucht, KDE 4 zu installieren. Es will nicht klappen, scheitert immer an irgendwelchen Abhängigkeiten und Versions-Konflikten :evil:

Trotz mehrer Anleitungen zum Installieren von KDE 4 auf Debian Sid (Sidux ist ja letztendlich ein Sid) wollte es mir nicht gelingen, die aktuelle Version aus den “Experimantal”-Repo auf den Rechner zu bringen. Ich habe mir sogar die Arbeit gemacht und KDE 3.5 komplett entfernt, um dann KDE 4 neu zu installieren. Selbst da scheitert es, warum auch immer

Wenn ich mir aber im Paketmanager die Versionsnummern ansehe, bin ich erst recht durcheinander O.o Da heiß das eine 4.0.77, das nächste 4.0.2 oder 4.0.68 Wer soll denn da durchblicken. 4.0.2 könnte ich noch nachvollziehen, aber die anderen :?: KDE ist aktuell bei 4.0.4 angekommen, nicht bei 4.0.68 oder so O.o

Nun denn, das Neuinstallieren von KDE 3.5.9 hat dann fast länger gedauert, als alle Experimente zuvor. Da werde ich jetzt bei bleiben, und sch… was auf KDE 4. Das ist mir wohl nicht gegönnt. O.o

Welche Distribution?

Ich möchte einfach mal wissen, welche Distribution für Euch die richtige ist, bzw. welche Ihr Umsteigewilligen empfehlen würdet.

Es ist mir klar, dass da jeder seine eigene Philosophie hat, dass es natürlich Geschmacksache ist und dass ich hier wieder einen “Glaubenskrieg” auslösen könnte.

Ich habe verschiedene Distris durch. Angefangen mit SuSE Linux 7.0, habe ich bis openSuse 10.2 so ziemlich alle Versionen der Nürnberger Distribution mitgemacht. Die Entwicklung unter der Regie von Novell fand ich allerdings nicht so prickelnd, so dass ich nach dem Deal mit M$ zunächst das gerade veröffentlichte Debian 4.0 “Etch” installierte. Da fehlten mir jedoch einige Funktionen in bekannter Software, da es sich nicht um aktuelle Software handelt. So fehlte mir z.B. in Amarok die Anbindung das ShoutCast-Verzeichnis. Daher habe ich auf Debian Sid, den unstabilen Entwicklerzweig von Debian gewechselt. Allerdings nicht original Sid, sondern Sidux. Das enthält einige Anpassungen, die es erlauben, die Alpha- und Beta-Versionen relativ stabil einzusetzen. So kann ich stets die aktuellste Software im Produktiv-Einsatz nutzen.

Auf dem Notebook habe ich noch einige andere Distris getestet. Außer SAM, dem Linux aus Sachsen, hat mich da aber nichts wirklich überzeugen können. Nur fehlen mir auf dem optisch prima XFCE-Desktop einige Funktionen.

Wie sieht’s denn bei Euch aus?

Welche Distribution bevorzugt Ihr?

  • openSuse (21%, 3 Stimmen)
  • Ubuntu (57%, 8 Stimmen)
  • Debian (7%, 1 Stimmen)
  • Mandriva (0%, 0 Stimmen)
  • Andere (14%, 2 Stimmen)

Wähler gesamt: 14

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Der aktuelle Stand

Dann will ich Euch erst mal auf den aktuellen Stand der Dinge bringen:

Seit Weihnachten etwa setze ich auf meinem PC Sidux ein, welches auf Debian Sid basiert. Sid ist der Entwicklerzweig von Debian, und ich bekomme immer die aktuellen Programmversionen.

Inzwischen habe ich Sidux auch auf dem Notebook installiert, und auf den PC meiner Frau und meiner Tochter. Beide kommen auch sehr gut damit klar.

Die Installation von Sidux auf dem Notebook war ein echter Kampf. Diese Antiquität hat sich mal wieder geziert bis zum Gehtnichtmehr. Ich musste erst Debian Etch installieren, und dann über eine angepasste sources.list auf Sidux upgraden. Aber irgendwas fehlt da noch, da sich das System noch nicht als Sidux identifiziert. Wenn ich das Update-Script “smxi” laufen lasse, meckert das immer über eine zu alte Debian-Version…

Iceweasel und Icedove kommen als Browser bzw. Mailer zum Einsatz, nur auf meinem PC bin ich letzte Tage von Icedove nach KMail umgestiegen. Ich bekam in Icedove alle halbe Stunde eine Fehlermeldung über ein nicht reagierendes Script. Das kann eigentlich nur irgend eine Erweiterung verursacht haben, ich habe aber nichts neues installiert.

Meine Wabcam läuft, und zwar die teure QC 5000 Pro. Mit dem UVC-Treiber lief die zwar auch schon unter SuSE, ließ sich da aber nicht zur Zusammenarbeit mit Kopete überreden. Das klappt aber jetzt, und inzwischen unterstützt Skype für Linux ja auch Video

Meine neueste Errungenschaft in Sachen Hardware ist ein Kombigerät, Drucker, Scanner, Kopierer, Fax. Es ist das MFC-235C von Brother, das hier klaglos seinen Dienst verrichtet. Brother bietet Linux-Treiber zum Download an, und die funktionieren hervorragend. Ich musste zwar noch udev-Regeln erstellen, um als gemeiner User auf den Scanner zugreifen zu können, aber nach einigem Suchen im Netz habe ich auch das hinbekommen. Poste ich vielleicht noch mal in einem extra Artikel was zu.

Wenn ich mich noch über was ärgere, dann nach wie vor die Hauppauge Fernbedienung. Ich konnte zwar inzwischen einige Funktionen über die Shortcuts von Kaffeine erreichen, jedoch nicht mit den dafür eigentlich vorgesehenen Tasten. Kaffeine scheint nicht alle Tasten der Fernbedienung zu erkennen, obwohl “irw” auf der Konsole auf alle Tasten reagiert und die Codes anzeigt.

So weit bin ich also nun mit meinen Systemen hier zufrieden, einzig der Update-Aufwand bei Sidux ist enorm. 150 bis 200 MB am Tag sind keine Seltenheit. Auf meinem PC jetzt, auf den anderen fällt nicht so viel an, da nicht so viel installiert ist.