Neues Verzeichnis im root

Seit Jahren dient das Verzeichnis /var/run dazu, Laufzeit-Dateien diverser Programme zu beherbergen. Das Problem stellt sich, wenn /var beim Booten nicht sofort zur Verfügung steht, weil es auf einer eigenen Partition gemountet wird.

TuxSeit Jahren dient das Verzeichnis /var/run dazu, Laufzeit-Dateien diverser Programme zu beherbergen. Das Problem stellt sich, wenn /var beim Booten nicht sofort zur Verfügung steht, weil es auf einer eigenen Partition gemountet wird.

Bisher wurde dem immer mit den verschiedensten Workarounds begegnet, so dass man beim Support von Distribution zu Distribution umdenken musste. Fedora geht jetzt einen neuen Weg, in dem es im root, also im Stammverzeichnis, das Verzeichnis /run anlegt, und die Laufzeitdaten dorthin verfrachtet. /var/run bleibt aus Kompatibilitätsgründen zunächst als Bind Mount, ab Fedora 16 als Symlink im System.

Die Änderung soll mit der im Mai erscheinenden Version 15 von Fedora eingeführt werden, und die anderen großen Distributoren openSuse, Ubuntu und Debian haben bereits angekündigt, diese Änderung auch in ihre Pakete zu übernehmen. Damit wäre wieder eine Einheitlichkeit bei der Verzeichnisstruktur eines Linux-Systems hergestellt, was natürlich sehr zu begrüßen ist.

/run soll als RAM-Disk implementiert werden, damit die mit /var bekannten Probleme gar nicht erst auftreten. Das ebenfalls problematische /var/lock soll nach /run/lock verschoben werden.

[via Pro-Linux]