DVD und Blu-Ray Disc wiedergeben

Nachdem ich nun endlich das optische Laufwerk an meinem Laptop ersetzt habe, möchte ich das natürlich auch nutzen. Doch vor die Wiedergabe von Videoscheiben hat der Pinguin die Arbeit gesetzt…

Das defekte Laufwerk war ein DVD±RW-Brenner und Blu-Ray-ROM. Ich habe lange nach Ersatz gesucht, denn das Original-Laufwerk von HP habe ich nur bei Ebay.com gefunden, und da wurden mal eben $300 – $350 für aufgerufen. Aber natürlich wollte ich, wenn schon ein neues Laufwerk, auch nicht auf die Funktionalität verzichten.

Durch Zufall bin ich in einem deutschen Onlineshop auf ein solchen Laufwerk gestoßen, welches zwar nicht von HP ist, dafür aber auch nur 59 Euro kostet. Das habe ich bestellt und zwei Tage später bekommen. Ein bisschen Frickelei was der Austausch der Frontblende, aber auch das hat geklappt. Der Rest war kein Problem. So fällt es auch äußerlich nicht auf, dass ein anderes Laufwerk verbaut ist.

Ubuntu hat keine Probleme, auf das Laufwerk zuzugreifen. Sowohl Nautilus als auch der Gnome-Commander öffnen das Laufwerk anstandslos und zeigen mir den Inhalt. Unabhängig von der Art der eingelegten Scheibe. Bei Video-DVD und Blu-Ray erkennt Nautilus auch, dass es sich um eine Videoscheibe handelt. Es wird angezeigt und mit einem Wiedergabe-Button versehen. So weit, so gut.

Für die Wiedergabe von Kauf-DVD benötigt man in aller Regel die libcss2-Bibliothek, die in Deutschland illegal ist, weil die den Kopierschutz umgeht. Daher liefert auch keine in Deutschland erhältliche Distribution diese Bibliothek mit. Trotzdem lässt sie sich über das Internet installieren, damit die Wiedergabe von Kauf-DVD klappt.

Dazu muss die Bibliothek libdvdread4 installiert sein, die zur Wiedergabe von DVD grundsätzlich benötigt wird. Bei mir war diese Bibliothek bereits installiert. Sollte das bei irgendwem nicht der Fall sein, hilft die Konsole schnell weiter:

sudo apt-get install libdvdread4

Wenn wir denn schon mal auf der Konsole sind, bleiben wir direkt da und installieren die libdvdcss2:

sudo /usr/share/doc/libdvdread4/install-css.sh

Nach einem Reboot des Systems sollten sich Kauf-DVDs über den Videoplayer abspielen lassen. Das Ganze ist hier unter Ubuntu 12.04 LTS gemacht, aber auch älteren Versionen und bei 12.10 soll es so funktionieren.

Quelle: help.ubuntu.com/community/RestrictedFormats/PlayingDVDs

Blu-Ray-Disc

Hier beginnt mein großen Problem. Was ich bisher auch versucht habe, weder MPlayer, noch VLC wollen Blu-Ray-Discs abspielen. Ich habe mehrere Anleitungen gefunden, aber keine führte zum Ziel. Laut Ubuntu-Forum ist der einzig gangbare Weg die Installation von MakeMKV, was ich auch getan habe. Aber bisher konnte ich noch keine einzige Blu-Ray-Disc abspielen.

Was ist Linux?

Diese Frage wird mir immer wieder gestellt, zuletzt gerade eben am Telefon.

OK, der Fernsehsender Arte hat vor längerer Zeit mal eine sehr schöne Sendung mit dem Namen „Codename: Linux” ausgestrahlt. Leider ist die Sendung auf YouTube in 5 Teile zerschnitten, aber schauts Euch an:

sudo rm -rf /

Das ist ein Befehl, den man an einem Linux- und Mac-System in die Konsole eingeben kann, ABER NICHT EINGEBEN SOLLTE! Mit “sudo” hole ich mir die Admin-Rechte. “rm” ist der Remove-Befehl, mit dem ich Verzeichnisse und Dateien löschen kann. Der Parameter “-r” sorgt dafür, das alle Unterverzeichnisse, auch nicht leere, in den Löschbefehl einbezogen werden. “-f” heißt dazu noch: Mach einfach und frag nicht nach. Und mit “/” Gebe ich das Wurzelverzeichnis als Start an. Der Befehl “sudo rm -rf /” löscht also, nach Eingabe des root-Passworts, ein Linux- oder Mac-System während des Betriebes komplett von der Platte, inkl. der Heimatverzeichnisse der User und somit den persönlichen Dateien. Futsch ist die MP3-Sammlung, und auch die Fotos von der DigiCam sind weg!

Also diesen Befehl niemals an einem Linux-Rechner oder Mac ausführen! Wer es dennoch versuchen will, ist hoffentlich gegen groben Unfug versichert. Ich übernehme keine Verantwortung für zerschossene Systeme!

KDE4 auf dem Eee-PC

Alle Welt redet im Moment vom Asus Eee-PC, einem Mini-Notebook mit PC-Qualitäten. Ich kenne auch Leute, die so ein Ding verschenken wollen, zum Geburtstag z.B.

Aber was man da für etwa 300 Euronen bekommt, ist auch nicht schlecht. Ein Sub-Notebook mit weniger als einem Kilo Gewicht, aber eben auch nur einem 7″-Display. Ich habe einen mobilen DVD-Player mit einem solchen Display, das ist die Untergrenze des Erträglichen. Wenn man noch gute Augen hat. Aber die Leistungsfähigkeit des Zwerges soll sehr gut sein. Der Eee kommt mit Linux (Xandros), es gibt aber z.B. auch eine angepasste Debian-Version. Windows XP soll sich darauf aber auch installieren lassen. Das Gerät kommt mit Festplatten zwischen 4 und 16 GB und 512 bis 1024 MB RAM. Die Festplatte ist eine Solid-State-Disk. Ethernet und WLAN sind natürlich auch an Board.

Jesper Schütz, Entwickler bei KDE-“Erfinder” Trolltech, hat KDE4 auf dem Eee-PC installiert und zum Beweis ein Video gemacht:

Kopete und meine Webcam – Teil 6

Hallo,

ich stelle eben fest, dass Kopete die Webcam-Unterstützung nur für Yahoo! und MSN anbietet, nicht aber für AIM und ICQ.

Die Möglichkeit, Google Talk in Kopete einzubinden, gibt es nicht, aber der Original-Windoof-Client von Google unterstützt ja auch kein Video…

Keep it Country,
Markus

Kopete und meine Webcam – Teil 5

So langsam wird’s…

Nun läuft die Labtec Webcam auch, und Kopete arbeitet damit zusammen Nun sind endlich wieder Videokonferenzen möglich. Nur Skype für Linux müsste das noch unterstüzen…

Nachdem ich ja die Tage Linux neu installiert habe, habe ich vorhin den Webcam-Treiber aus den Quellen neu übersetzt und installiert. Da ist mir aufgefallen, dass das deutlich besser ablief, als beim letzten mal. Da gab es nämlich Fehlermeldungen, heute klappte es ohne…

Zum Schluss noch das frisch installierte Kernelmodul laden und auch in die /etc/modprobe.conf eintragen, und ich habe zwei Video-Devices: /dev/video0 ist die TV-Karte, /dev/video1 die Kamera.